Prof. Dr. Michael Schrödl

Unsere Natur stirbt

 

Warum jährlich bis zu
60.000 Tierarten verschwinden
und das verheerende Auswirkungen hat

 

 

Der Autor leitet die Weichtiersektion
der Zoologischen Staatssammlung München
und ist Mitglied im GeoBioCenter der LMU

2018 bei Komplett-Media, München, 222 Seiten

Prof. Dr. Michael Schrödl (2018) Unsere Natur stirbt Warum jährlich bis zu 60.000 Tierarten verschwinden und das verheerende Auswirkungen hat

2018   222 Seiten

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detopia:

S.htm

Umweltbuch

Busse 2019 

Glaubrecht 2019 

Grassberger 2019 

Meissner.2017

 

detopia-2021: das buch ist vom stil her vergleichbar mit meissner-2017. einerseits sind das selfmadebücher, die zwar verständlich und auch genau sind, aber dennoch aus dem bauch geschrieben sind. ich hätte gerne mehr systematik und gliederung im buch. anderseits ist das thema "es geht um alles". dafür gibt es noch keinen "standardstil". es muss und darf immer neu versucht werden. gut gemacht, herr professor!

 

 

Berichte zum Buch und Autor

 


Audio 2020 40min 

br.de  eins-zu-eins-der-talk/michael-schroedl-eins-zu-eins-der-talk  

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Audio 2019 Talk BR1 37min

br.de  blaue-couch/michael-schroedl-106.html 

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sueddeutsche  dachau-artensterben-naturschutz-1.4471511 2019

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2017 Warnung der Wissenschaftler der Welt an die Menschheit. Übersetzt von Michael Schrödl.pdf

 


2017:

 

INHALT     Inhalt.pdf 

 

Vorwort  (7)

Einleitung  (9)

 

Die Natur stirbt!  (15)

Globale Gefahren  (19)

Gefahr Klimawandel  20

Gekippte Welt  22

Ski und Biologie gut, bei 2°C plus?  (24)

Erst stirbt die Natur, dann der Mensch  (26)

Das übelste Problem unserer Zeit  (27)

Einfache technische Lösungen für komplexe biologische Probleme?  (29)

Wir zünden den Tötungsturbo  (30)

Artenschwund als Chance?  (31)

Der biologische Imperativ  (32)

Die biologische Krise  (35)

Biomasse macht s  36

Artenvielfalt macht’s erst recht  (37)

Auf zum globalen Ökozid!  (39)

Biokalypse noch vor 2050!  (42)

Exkurs: Eine kurze Geschichte der Natur  43 

Das Sterben in Deutschland  51

Essbare Solarzellen  52

Tierisch unbekannte Vielfalt  59

Wundersame Welt der Mikroben  66

Wenn der Lebensraum stirbt  69

Artensterben global  113

Wie viele Arten kennen wir?  114

Wie viele Arten gibt es wirklich?  115

Wo gibt es am meisten Vielfalt?  116

Dead as a Dodo: Was stirbt wann?  125

20.000 bis 60.000 ausgestorbene Tierarten - pro Jahr?  128

Konsequenzen des Artensterbens?

Prädikat: grauenhaft!  (131)

Wechselwirkung mit dem Klimawandel  (135)

Ursachen des Sterbens  (139)

Wer ist schuld?   (140)

Artenkiller Nummer eins: konventionelle Landwirtschaft  (142)

Sargnagel der Artenvielfalt: die gemeinsame Agrarpolitik der EU  (143)

WIR ALLE sind schuld!  (146)

Highway to hell: Zeitplan des Untergangs  (149)

Technik als Weißer Ritter?  (153)

Bedeutung der Artenvielfalt  (159)

Finanzieller Schaden  (160)

Rettungsversuche  (163)

Fazit  (175)

Was tun?  (177)

Retten wir die Arten Vielfalt, retten wir die Welt!  (179)

Die Macht der Emotionen  (195)

Die globale Bioinventur  (198)

Chroniken des 21. Jahrhunderts  (201)

Der Worst Case  (201)

Geht's auch anders?

Hier das »2 °C plus Szenario«   (209)

Und bei einem »1,5 °C plus Ziel« für 2100?  (210)

Jetzt oder nie?  (212)

2020 bis 2030 - das Jahrzehnt der Entscheidung  (213)

Können Schweine fliegen lernen?  216

Happy End?  217

 

Nachwort  219

Danksagung  221

Über den Autor  222

Quellen- und Literaturhinweise  223

 

 

Lesebericht zu 2018

brennstoff.com die-biokalypse-im-anmarsch-michael-schroedls-buch-unsere-natur-stirbt

von Andreas Wagner (Brennstoff)

Die „Biokalypse“ im Anmarsch

Michael Schrödl prognostiziert die globale biologische Krise und das Ende der Zivilisation für spätestens 2050 – aufgrund des gigantischen Artensterbens infolge industrieller Landwirtschaft und das Klimawandels

Schon in dreißig Jahren wird die Erde eine tote Wüste sein, wenn Artensterben und Klimawandel ungebremst fortlaufen wie bisher, prognostiziert Michael Schrödl, Universitätsprofessor für Zoologie an der Universität München, in seinem Buch „Unsere Natur stirbt“ (2018).

Mit anderen Worten: Die „Biokalypse“, das Ende der Natur und des Menschen, steht unmittelbar bevor.

„Vermutlich zwischen 2030 und 2050 wird uns die globale biologische Krise, die globale Not, das Ende der Zivilisation ereilen“, so das erschreckende Fazit des Münchner Wissenschafters.

Die Prognosen der Klimaforschung treffen zu, ist auch für Michael Schrödl klar. Der menschgemachte Klimawandel wird verheerend, wenn die Erderwärmung bis 2100 +1,5 Grad überschreiten sollte (derzeit +1,0 Grad / Pariser Klimaabkommen-Ziel: (unter) +2,0 Grad).

Was die Klimaforschung in ihren Zukunftsszenarien aber zu wenig bedacht habe, sei das bereits jetzt im Ausmaß gigantische Artensterben (Aussterben der Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen), das der menschgemachte Klimawandel noch drastisch beschleunigen wird - mit dem (für uns noch unvorstellbaren) Ergebnis, dass die Biosphäre noch vor 2050 kollabiert, so weit, dass die landwirtschaftliche Nahrungsproduktion weltweit versiegt.

„Die globale Wirtschaft bricht zusammen, Infrastrukturen verfallen, Milliarden von Menschen werden nicht mehr mit Wasser und Nahrung versorgt.“

Industrielle Landwirtschaft als Hauptkiller der Biosphäre
Die Aussterberate bei den Tieren z.B. hat sich inzwischen zu früher mehr als verzehntausendfacht! Schätzungsweise 60.000 bis 200.000 Tierarten werden inzwischen jährlich weltweit ausgelöscht. Auch in Deutschland, so Schrödl, wird bis 2050 (bei Fortsetzung des derzeitigen Wegs) die Hälfte (50 %) aller heimischen Arten ausgerottet sein; die offizielle Prognose, die stets „vorsichtig“ ist, spreche derzeit schon oder noch von 30 %.

Hauptkiller Nr. 1 der Biosphäre, sagt Schrödl unumwunden, ist die heute gängige industrielle Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Der Einsatz der Pestizide aller Art (in einem für Laien ungeahnt großen Ausmaß praktiziert, wie er an Beispielen darlegt), die absolute Übernutzung der landwirtschaftlichen Flächen und die immer gierigere Ausradierung „nutzloser“ Naturräume durch die konventionelle Land- und Forstwirtschaft sind die Hauptursachen des gigantisch steigenden Artensterbens, das bereits in Rekordtempo auf die Vernichtung der Lebensgrundlagen des Menschen zuläuft; der Münchner Universitätszoologe lässt daran keinen Zweifel.

Nur ein schneller, radikaler Umstieg auf 100 % Biolandwirtschaft und die absolute Begrenzung der Erdwärmung auf max. +1,5 Grad könnte die Entwicklung noch aufhalten.

„Dieses Buch“, schreibt Schrödl, „ist eine eindringliche Warnung vor der »Biokalypse«, die uns und alles, was uns lieb ist, auslöscht, und zwar recht bald, wenn wir nicht alle schleunigst und entschlossen etwas dagegen tun!“

 

 

 

 

Weitere Schriften des Autors

 

 

 

 

 

 

Leseberichte zu 2018 bei Amazon

 

Sagen Sie später nicht, Sie hätten von nichts gewusst
Rezension aus Deutschland vom 29. November 2018

Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt drastisch auf, welche Konsequenzen das menschengemachte Artensterben für die Natur - und dadurch auch uns - hat. Durch viele persönliche Beispiele wirkt dieses leicht verständliche Buch ehrlich und authentisch. Die düsteren Zukunftsprognosen werden ergänzt durch wertvolle und leicht umzusetzende Tipps, was wir tun können (und müssen!) um unsere Artenvielfalt und Lebensgrundlage zu erhalten. Dieses Buch ist Pflichlektüre, damit später niemand sagt, er hätte von nichts gewusst!


Ein Buch der Wahrheit
Rezension aus Deutschland vom 11. Dezember 2019

Es gibt viele Bücher und wissenschaftliche Artikel zum Verlust der Biodiversität, leider versucht so mancher Wissenschaftler das Thema möglichst akademisch und somit für den Normalbürger unverständlich zu formulieren. Michael Schrödl ist da eine löbliche Ausnahme. Obwohl fachlich hochkompetent, versteht er es mit klaren Worten die Brisanz des Themas darzustellen, eine wirklich überzeugende Arbeit. Schon seit zweites Buch "Biodiversitot" trifft den Nagel auf den Kopf. München ist ein Hotspot für die Aufbereitung des Themas. Das Buch von Andreas Segerer über "Das große Insektensterben" oder Josef Reichholf "Schmetterlinge: Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet" sind sehr zu empfehlende Werke, die in keiner Bio-Bibliothek fehlen sollten. Für zarte Gemüter ist das Thema allerdings sehr herausfordernd, dem Biozid mit offenen Augen zu begegnen verlangt schon einiges an Nervenstärke, sich dagegen aufzulehnen gebietet die Verantwortung den nächsten Generationen gegenüber sowie der ethischen Grundhaltung unserer Mitlebewesen gegenüber.


Eine unbequeme Wahrheit …
Rezension aus Deutschland vom 9. Dezember 2018

… doch dürfen wir nicht länger wegschauen: Wir befinden uns im sechsten großen Artensterben der Erdgeschichte, diesmal menschgemacht. Welche Konsequenzen das noch zu unseren Lebzeiten haben wird, wenn wir nicht schleunigst gegensteuern, schildert Michael Schrödl in seinem neuen Buch. Dabei belässt er es nicht bei reiner Schwarzmalerei, sondern liefert auch konstruktive Lösungsansätze und Anregungen, wie jeder Einzelne zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann. Ein eindringliches Buch, das zum Nachdenken und Handeln anregt. Unbedingt lesenswert.


"Die Artenvielfalt trägt maßgeblich zu allem bei, was in unserer Umwelt wichtig ist"
Rezension aus Deutschland vom 29. November 2018

In seinem neuen, sehr guten Buch warnt Michael Schrödl vor den Folgen von Artenschwund und Umweltzerstörung. Der Autor entwirft eindringlich die uns zu erwartenden Szenarien - falls sich nichts ändert. Spannend und gut verständlich erklärt er auch wissenschaftliche Zusammenhänge und gibt Tips was man als Einzelner tun kann! Ein empfehlenswertes, sehr gut geschriebenes Buch mit einer wichtigen Botschaft.


Wir zerstören gerade unsere Erde
Rezension aus Deutschland vom 13. April 2019

So beginnt ein Cartoon im Buch: Ein Wissenschaftler hält ein Plakat hoch auf dem steht: "Wir zerstören gerade unsere Erde". Darauf entgegnen zwei Regierungsvertreter: "Könnten Sie das nicht bitte so zweideutig, ungenau, vage, eigennützig und umständlich formulieren, daß wir es alle verstehen können?" Diesem Wunsch nach Verschleierung scheint sich der Autor des Buches verweigern zu wollen.
Michael Schrödl ist Professor am Biozentrum der LMU und versucht sich, wenn es um den drohenden weiteren Verlust der biosphärischen Artenvielfalt geht, unmißverständlich auszudrücken. Weiter unten mehr dazu, wie gut ihm das gelingt.

Im Klappentext wird betont, daß Schrödl sich als Privatmann äußert und das Buch in seiner Freizeit schrieb. Er wirbt für eine globale Bio-Inventur aller Arten auf der Welt, die nur 20 Milliarden über 50 Jahre verteilt kosten würde (weniger als ein Jahresgewinn von VW) und für die Unterstützung der Online-Petition für Artenforschung und gegen das Artensterben (change.org/Artensterben). Am Ende gibt es auch kleine Tips: Kein E10 tanken, kein Biodiesel, den Öko-Rechner "uba.co2-rechner.de" anwerfen und sich auf den Seiten von NABU, WWF und anderen umschauen und an ihren Petitionen beteiligen.

LOB
Lobenswert ist, daß der parteilose Autor integrativer denkt, als man von jemandem erwartet, den man vielleicht als Sympathisant der Bündnisgrünen einordnet. Schrödl spricht ausdrücklich auch die Naturliebhaber in ÖDP, SPD, CDU/CSU und in der Partei Die LINKE an. Lindners FDP, die er als "Sargnagel für bereits konkret besprochene jamaikanisch-ökologische Verbesserungen" bezeichnet, läßt er in seiner Aufzählung der Institutionen, in denen Menschen guten Willens sind, aus. Schrödl erzählt, daß er die Erfahrung gemacht hat, daß sich im persönlichen Gespräch die allermeisten Menschen weder als schlecht noch als unwillig, erweisen. Sie haben nur das Ausmaß der biologischen Krise noch nicht erfaßt.

KRITIK
 In einem wichtigen Punkt ist der Autor, der eine häßliche feministische Rechtschreibung praktiziert, inkonsequent. Er beklagt die Ablenkung der Öffentlichkeit durch Meinungsmacher und Lobbyisten von den ökologischen Problemen der Welt, übersieht aber, daß alle Sprachreformen (gescheiterte wie erfolgreiche), auch ein Teil der Ablenkung sind. Dazu gehört eben auch der neue Genderdeutsch-Dialekt, den die Bündnisgrünen propagieren, an die sich Schrödl sprachlich und politisch anlehnt. Er schließt AFD und FDP aus seinem Appell zur Rettung der Artenvielfalt aus, immerhin 15-20% des Wahlvolkes. Ist das klug? Der Professor wundert sich über die Gelassenheit vieler Menschen angesichts der bedrohten Biodiversität, macht sich aber nicht klar, daß die Grünen und er selbst fortwährend doppelte Botschaften senden. Die Linke tut das übrigens nicht.

Wenn Sahra Wagenknecht sich z.B. gegen Armut in der Welt ausspricht, hat sie, die kein Feministinnendeutsch spricht, trotzdem vor allem die Frauen im Blick, denn Armutsbekämpfung kommt zuerst den Frauen, die die größte Last zu tragen haben, zugute. Das ist authentisch und ehrlich. Wer jedoch wie die Grünen vorgibt, daß ihm die Lage der Frauen am Herzen liegt, der aber als erstes sprachfeministische Reformen verfolgt, der außerdem die besserverdienenden Frauen aus der eigenen Wahlklientel über Quoten in die Führungsetagen hieven will, der des weiteren unbedingt sog. humanitäre Kriege führen will, der erzeugt so viel Widerstand und Aufruhr, daß ihm, wenn er zum Schluß doch noch auf die Bekämpfung der Frauenarmut zu sprechen käme, ihm schon keiner mehr zuhören würde. Wer viele Nebenkriegsschauplätze eröffnet (bei den Grünen schlimm sogar im wahrsten Sinne des Wortes), die seinem vorgeblichen Hauptanliegen sogar schaden, der verliert zu Recht seine Glaubwürdigkeit (zur verhängnisvollen Rolle der Grünen bei den illegalen Nato-Kriegen siehe Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien ).

Die politische und sprachliche Nähe des Autors zu den Grünen ist aus weiteren Gründen bedenklich. Deren Scheinheiligkeit zeigt sich nämlich sogar beim Umweltschutz: Auf Spiegel-online erfährt man, daß unter den Vielfliegern die mehrheitlich gutsituierten Anhänger der Grünen mit Abstand die Mehrheit stellen, gleichzeitig aber den Verzicht von Flugreisen für andere predigen (David Böcking: Bahn predigen, Business fliegen. Spiegel 12.11.2014).

FAZIT
Das Buch Schrödls ist lesenswert, auch wenn der Autor sich bisweilen halbherzig zeigt. Er kämpft nämlich für zwei Dinge: Für den Erhalt der Biodiversität und für die feministischen Binnenmajuskeln (Wähler"I"nnen, Konsument"I"nnen, Investor"I"nnen, etc.). In seinem Übereifer fällt Schrödl sogar der lächerliche Ausdruck "WissenschaftlerkollegInnen" ein. Das ist sein gutes Recht als Privatmann. Seinem wichtigen ökologischen Anliegen schadet er mit diesem performativen Widerspruch in doppelter Weise: 1. Zuerst provoziert er Ablehnung bei den liberal Gesinnten, denen alle Neusprech-Herrschaftsprogramme zuwider sind. 2. Des weiteren sät er Zweifel an der biologischen Krise. Wie ernst soll denn die Lage überhaupt sein? Denn offenbar ist ja noch hinreichend Zeit, Aufmerksamkeit und gesellschaftliche Diskurskapazität vorhanden für jeden sprachfeministischen Klimbim.

 

 

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Prof. Dr. Michael Schrödl (2018) Unsere Natur stirbt Warum jährlich bis zu 60.000 Tierarten verschwinden und das verheerende Auswirkungen hat