Martin Neuffer

 

Die Erde wächst nicht mit - Neue Politik in einer überbevölkerten Welt.

1982 - C.H.Beck - 200 Seiten - DNB.Buch - Bing Buch - Googl Buch 

"In seinem 1982 erschienenen Buch 'Die Erde wächst nicht mit' plädierte der linke Sozialdemokrat Martin Neuffer unter anderem dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf Europäer zu beschränken." (wikipedia-2020)

Martin Neuffer - Die Erde wächst nicht mit (1982)

wikipedia Autor 
*1924 in Heidelberg
bis 2004 (79)

 

detopia:

Umweltbuch

Sterbejahr

N.htm  

 

 Martin Neuffer

Nein zum Leben

Ein Essay

Nein zum Leben! Ein Essay (1992) Von Martin Neuffer (Autor)

Über das Buch

Der Autor stellt das positive gesellschaftliche Werturteil über die menschliche Existenz in Frage. Weder aus religiöser Offenbarung noch aus philosophischer Einsicht läßt sich seiner Ansicht nach ein Gewolltsein des Lebens ableiten, das die Zustimmung des Menschen zu seinem eigenen Dasein zwingend erfordert.

Dagegen führt der Autor eine erhebliche Anzahl von Gründen an, die ein entgegengesetztes Urteil tragen können: daß es nämlich besser wäre, es gebe die Menschen nicht.

Zu dieser - auch der abendländischen Geistesgeschichte nicht fremden - Minderheitenposition bekennt sich der Verfasser in einer eigenen Lebensbilanz. Aus der generellen Unzumutbarkeit des Menschseins folgert er, daß die Weitergabe des Lebens an neue Generationen nicht verantwortbar sei.

Wenn dies seit jeher gültig war, um wie viel relevanter wird, so der Autor, eine solche Absage in der gegenwärtigen Epoche, die gezeichnet ist von globalen Katastrophen, die von der Menschheit eingeleitet werden.

Die individuellen Selbstbestimmungsrechte des sein Leben verwerfenden Individuums stehen im Mittelpunkt des Buches. Sie sind ein engagierter Protest gegen die vielfältigen repressiven gesellschaftlichen Praktiken anmaßender Bevormundung, mit denen Lebensunwilligen die Realisierung ihrer Entscheidung erschwert oder unmöglich gemacht wird. Das Grundrecht darauf, nicht leben zu müssen, wenn man nicht leben will, müsse erst noch durchgesetzt werden.


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"Nein zum Leben" ist ebenfalls ein "Umweltbuch", weil grundsätzliche Umweltthemen "auftauchen" und mitbehandelt werden - detopia-2020

 

1992 im Fischer-Verlag, ca. 120 Seiten

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Inhalt

Nein zum Leben - ein zulässiges Urteil (5)

Gründe für ein Nein (16)

3. Die Todesbestimmtheit (20)

4. Die Glücks- und die Leidensbestimmtheit (30)

Die Tötungsstruktur der organischen Systeme (39)

6. Individuelle und kollektive Isolation (41)

7. Perspektivlosigkeit der Evolution (50)

8. Das ethische Versagen der Menschen (53)

Das politische Versagen der Menschen (66)

10. Der Menschheit ein Ende setzen (77)

11  Empfängnisverhütung und Abtreibung (84)

12. Selbstmord (93)

13. Sterbehilfe (108)

14. Schlussbemerkung (112)

 


detopia/www

Umweltbuch 

wikipedia  Anthropodizee   

wikipedia  Antinatalismus 

David Benatar   (Antinatalismus)

Heinz Friedrich  (Rolle der Kultur bei der Menschwerdung)

S.Nuland  (Konkrete Sterbeforschung)

Hans Jonas (wird im Text zitiert) 

Emile Cioran (Vom Nachteil, geboren zu sein)

Horstmann - Das Untier (1983)

Zur Geschichte und Begründung des Pessimismus 

Lütkehaus - Nichts 

Weinzierl - zum Thema: Vatikan und Geburtenüberschuss

Löbsack - zum Thema: Vatikan und Geburtenüberschuss

 

 

 

 

Über den Autor

 

In unserer deutschen Nationalbibliothek ist Martin Neuffer noch nicht gut "eingepflegt", daher mehrere Suchvarianten:

DNB Autor     DNB Person    DNB Nummer

Aus wikipedia-2020:

Martin Neuffer war ein deutscher Verwaltungsjurist. Von 1963 bis 1974 war Neuffer Oberstadtdirektor von Hannover und im Anschluss bis 1980 Intendant des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg.

Leben

Der Sohn des Archäologen Eduard Neuffer studierte Rechtswissenschaft an der Universität Bonn. Seit 1946 SPD-Mitglied, wurde Neuffer später persönlicher Referent des niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und war ab 1960 Stadtrat und Personalreferent in Hannover. Er wurde 1963 als Nachfolger von Karl Wiechert zum Oberstadtdirektor der Landeshauptstadt Niedersachsens ernannt.

Neuffer erkannte früh die Notwendigkeit, Stadtpolitik wissenschaftlich zu stützen. Gemeinsam mit Hans-Jochen Vogel trieb er die Gründung des Deutschen Instituts für Urbanistik voran.

Neuffer begriff kommunalpolitisches Handeln in seinem gesellschaftspolitischen Zusammenhang und legte dies auch in seinen Schriften dar. Da von 1962 bis 1968 die Einwohnerzahl Hannovers um über 8 Prozent auf rund 527.000 Personen gesunken war, gab Neuffer im Mai 1969 eine Studie in Auftrag, die Probleme im Image der Stadt aufzeigte. Sie habe weder großstädtisches Flair noch Ausgehmöglichkeiten für junge Leute. Wie er dem Direktor des städtischen Kunstvereins Diether de la Motte schrieb, fehle es an Vitalität und Temperament. Die Stadt gelte als steif, korrekt und prüde. Da diverse Städte Imagekampagnen, auch für den Städtetourismus, veranstalteten, wollte Hannover nicht nachstehen. Dem Kultur- und Freizeitwert sollte eine höhere Bedeutung beigemessen werden.

Weitsicht bewies Neuffer auch, als er nach der Rote-Punkt-Aktion im Juni 1969 die Verkehrsbetriebe kommunalisierte und einen Verkehrsverbund für den Großraum Hannover einführte. Auf Initiative Neuffers realisierte die Stadt das Experiment Straßenkunst von August 1970 bis Oktober 1972, das mit den 1974 am Hohen Ufer aufgestellten „Nanas“ in der Stadt die größte Beachtung fand. Um das „Lebensgefühl“ der Hannoveraner zu steigern, wurde es mit einem Altstadtfest eingeleitet, dem ersten in Deutschland. Darüber hinaus forderte Neuffer zur Imageverbesserung auch die Erweiterung der Hochschule um geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.

Während Neuffer als visionärer Oberstadtdirektor galt, wurde sein Nachfolger Rudolf Koldewey (ab 1974) als „Feldherr der Rückzugsgenerale“ bezeichnet.

Von 1962 bis 1974 gehörte Neuffer dem NDR-Verwaltungsrat an. Am 8. März 1974 wurde er für sechs Jahre zum Intendanten des NDR gewählt. Im Rückblick würdigte ihn der spätere Intendant Jobst Plog als „prägende Persönlichkeit“ mit „aufrechtem Gang“ an der Spitze der Sendeanstalt:

„Martin Neuffer hat sein Amt in überaus schwieriger Zeit ausgeübt. Er hat sich mit großem persönlichen Mut und Engagement für die Unabhängigkeit des NDR eingesetzt und maßgeblich zum Erhalt der damaligen Drei-Länder-Anstalt beigetragen, die durch heftige politische Konflikte gefährdet war.“

In seinem 1982 erschienenen Buch Die Erde wächst nicht mit plädierte der linke Sozialdemokrat Martin Neuffer unter anderem dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf Europäer zu beschränken.

Martin Neuffer wohnte einige Jahre in der Gartenhofsiedlung im hannoverschen Stadtteil Marienwerder.

Er war zweimal verheiratet. Aus der ersten Ehe gingen drei Kinder hervor, mit der zweiten Ehefrau hatte er zwei Stiefkinder.

 

Veröffentlichungen

 

Die 1974 auf Initiative Neuffers aufgestellten „Nanas“:

 Sophie, Caroline und Charlotte am Hohen Ufer in Hannover

 


Anthropodizee und Antinatalismus

 wikipedia  Antinatalismus 

 

aus wikipedia  Anthropodizee :

Der Begriff Anthropodizee (altgriech. ánthropos ‚Mensch‘ und ... ‚Gerechtigkeit‘) ist eine relativ junge Wortschöpfung, angelehnt an den älteren Begriff der Theodizee. In der philosophischen Literatur findet er sich kaum vor Mitte des 20. Jahrhunderts.

Wer um eine Theodizee bemüht ist, fragt nach einer Rechtfertigung Gottes – seiner Handlungen und Unterlassungen – in Anbetracht der Übel in der Welt. Wer um eine Anthropodizee bemüht ist, fragt nach einer Rechtfertigung des Menschen in Ansehung menschenverursachter Übel.

Die Frage nach einer Anthropodizee leitet sich aus zwei Hauptaussagen ab: 1.Mit der Konstatierung, dass es keinen Gott gebe, sind Menschen in vollem Umfang für menschenverursachte Übel verantwortlich. 2.Der an Gott glaubende Mensch kann sagen, Menschen sollen sein, weil Gott sie geschaffen hat. Der Mensch sei da zum Lobe Gottes. Ist ein Seinsollen von Menschen weder in Gott, noch in göttlicher Schöpfung, dem Sein oder in Naturgegebenheiten verankert oder aus diesen ableitbar, so ist, wer Nachkommen hat, für deren sowie die Leiderfahrungen künftiger Generationen mitverantwortlich.

Insbesondere Ereignisse wie die Weltkriege, der Massenmord an den Juden, der Gulag, die Massenmorde in Kambodscha, Ruanda und im Kongo und die offenbare Unfähigkeit der Weltgesellschaft, Massenmorde künftig auszuschließen, scheinen die Position des Antinatalismus nahezulegen. Eine gelungene Anthropodizee wäre somit eine Rechtfertigung der Hervorbringung neuer Menschen im Wissen um bevorstehendes Leid, welches Menschen zugemutet wird, wenn Menschen hervorgebracht werden. Leidende Menschen existieren aber nur dann, wenn neue Menschen hervorgebracht werden. Würden keine neuen Menschen gezeugt, verschwände die Menschheit binnen kurzem von der Erde. Damit entfiele zugleich die Bedingung der Möglichkeit weiterer Massenvernichtungen von Menschen durch Menschen.

Eine Anthropodizee wäre dann gelungen, wenn sie überzeugende Argumente für die Hervorbringung und das Seinsollen künftiger Menschen präsentieren könnte. Sie hätte anzugeben, wodurch das Leid kompensiert wird, das Menschen erleiden werden, wenn es in Zukunft Menschen gibt. Aus theologisch-christlicher Sicht ist die potentiell zeitlose Liebe für eine solche Kompensation alles zeitlichen Übels geeignet.

Im Allgemeinen scheint keine Anthropodizee ohne eine starke Metaphysik formulierbar. Eine starke Metaphysik sind etwa die philosophische Theologie und die Ontologie (Lehre vom Sein).

Laut der philosophischen Theologie von Hans Jonas dürfen wir „Gott nicht im Stich lassen“ und auf dem Wege der Nachkommenlosigkeit von der Erde verschwinden. Jonas’ Ontologie kennt einen an den Menschen ergehenden „Ruf des Seins“, den der Mensch zu erhören und als Aufforderung zum Fortbestehen der Menschheit umzusetzen habe.

Literatur

 

Anthropodizee: Zur Inkarnation von Vernunft in Geschichte

wikipedia  Harald_Holz  *1930 in Freiburg

 

 

 

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