Martin Neuffer

Verwaltungsjurist

Oberstadtdirektor von Hannover
von 1963 bis 1974

Intendant des Norddeutschen Rundfunks
in Hamburg bis 1980

wikipedia  Martin-Neuffer-Brücke seit 2010

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Die 1974 auf Initiative Neuffers
aufgestellten "Nanas"
am Hohen Ufer in Hannover

Martin Neuffer : "Nana"

wikipedia Autor 
*1924 in Heidelberg
bis 2004 (79)

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Umweltbuch

Sterbejahr

N.htm  

 

Martin Neuffer

Die Erde wächst nicht mit
Neue Politik in einer

überbevölkerten Welt

1982 bei C.H.Beck

200 Seiten

Von Martin Neuffer

Nein zum Leben 

 

Ein Essay

1992 im Fischer-Verlag

120 Seiten

Von Martin Neuffer

Martin Neuffer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Aus wikipedia-2020

 

Der Sohn des Archäologen Eduard Neuffer studierte Rechtswissenschaft an der Universität Bonn.

Seit 1946 SPD-Mitglied, wurde Neuffer später persönlicher Referent des niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und war ab 1960 Stadtrat und Personalreferent in Hannover. Er wurde 1963 als Nachfolger von Karl Wiechert zum Oberstadtdirektor der Landeshauptstadt Niedersachsens ernannt.

Neuffer erkannte früh die Notwendigkeit, Stadtpolitik wissenschaftlich zu stützen. Gemeinsam mit Hans-Jochen Vogel trieb er die Gründung des Deutschen Instituts für Urbanistik voran.

Neuffer begriff kommunalpolitisches Handeln in seinem gesellschaftspolitischen Zusammenhang und legte dies auch in seinen Schriften dar. Da von 1962 bis 1968 die Einwohnerzahl Hannovers um über 8 Prozent auf rund 527.000 Personen gesunken war, gab Neuffer im Mai 1969 eine Studie in Auftrag, die Probleme im Image der Stadt aufzeigte. Sie habe weder großstädtisches Flair noch Ausgehmöglichkeiten für junge Leute. Wie er dem Direktor des städtischen Kunstvereins Diether de la Motte schrieb, fehle es an Vitalität und Temperament. Die Stadt gelte als steif, korrekt und prüde. Da diverse Städte Imagekampagnen, auch für den Städtetourismus, veranstalteten, wollte Hannover nicht nachstehen. Dem Kultur- und Freizeitwert sollte eine höhere Bedeutung beigemessen werden.

Weitsicht bewies Neuffer auch, als er nach der Rote-Punkt-Aktion im Juni 1969 die Verkehrsbetriebe kommunalisierte und einen Verkehrsverbund für den Großraum Hannover einführte. Auf Initiative Neuffers realisierte die Stadt das Experiment Straßenkunst von August 1970 bis Oktober 1972, das mit den 1974 am Hohen Ufer aufgestellten „Nanas“ in der Stadt die größte Beachtung fand. Um das „Lebensgefühl“ der Hannoveraner zu steigern, wurde es mit einem Altstadtfest eingeleitet, dem ersten in Deutschland.

Darüber hinaus forderte Neuffer zur Imageverbesserung auch die Erweiterung der Hochschule um geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.

Während Neuffer als visionärer Oberstadtdirektor galt, wurde sein Nachfolger Rudolf Koldewey (ab 1974) als „Feldherr der Rückzugsgenerale“ bezeichnet.

Von 1962 bis 1974 gehörte Neuffer dem NDR-Verwaltungsrat an. Am 8. März 1974 wurde er für sechs Jahre zum Intendanten des NDR gewählt. Im Rückblick würdigte ihn der spätere Intendant Jobst Plog als „prägende Persönlichkeit“ mit „aufrechtem Gang“ an der Spitze der Sendeanstalt:

„Martin Neuffer hat sein Amt in überaus schwieriger Zeit ausgeübt. Er hat sich mit großem persönlichen Mut und Engagement für die Unabhängigkeit des NDR eingesetzt und maßgeblich zum Erhalt der damaligen Drei-Länder-Anstalt beigetragen, die durch heftige politische Konflikte gefährdet war.“

In seinem 1982 erschienenen Buch Die Erde wächst nicht mit plädierte der linke Sozialdemokrat Martin Neuffer unter anderem dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf Europäer zu beschränken.

Martin Neuffer wohnte einige Jahre in der Gartenhofsiedlung im hannoverschen Stadtteil Marienwerder.

Er war zweimal verheiratet. Aus der ersten Ehe gingen drei Kinder hervor, mit der zweiten Ehefrau hatte er zwei Stiefkinder.

 

Veröffentlichungen

  • Städte für alle: Entwurf einer Städtepolitik. 1. – 6. Tsd., Hamburg: Wegner, 1970

  • Entscheidungsfeld Stadt: Kommunalpolitik als Gesellschaftspolitik. Standortüberprüfung der kommunalen Selbstverwaltung. Stuttgart 1973

  • Die Erde wächst nicht mit: Neue Politik in einer überbevölkerten Welt. C. H. Beck, München 1982

  • Nein zum Leben: Ein Essay. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1992

 

 

 

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Martin Neuffer - *1924 in Heidelberg