Ernst Friedrich Schumacher

Small Is Beautiful

Die Rückkehr zum menschlichen Maß 

Alternativen für Wirtschaft und Technik 

A study of economics as if people mattered

 Small is beautiful E. F. Schumacher - Die Rückkehr zum menshclichen Maß

1973   

Wikipedia.Autor *1911 in Bonn bis 1977 (66, Infarkt) 

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Jonathan Aldred 2019 (Ökonom)

Geo.Picht   Leo.Kohr   R.Bahro    I.Illich   C.Amery

 

Inhalt

1973 by A 25th anniversary edition

1977 by Rowohlt

Nachwort 

Anmerkungen und Quellenhinweise

Die Zeit war reif für dieses Buch, es wird auch in der Bundesrepublik ganz gewiss nicht ohne Wirkung bleiben.” (Hessischer Rundfunk) 

"Ein Buch, das man wirklich <lesen> kann, ohne zu studieren: ein Buch für Theorie und Praxis an der Basis! <Small is Beautiful> ist das Brillanteste und Schärfste, was man bislang im geistigen Rüstzeug der Alternativ­bewegung findet.” (taz) 

 

Teil 1: Die moderne Welt 

1. Das Problem der Produktion  
2. Frieden und Stetigkeit 
3. Die Rolle der Wirtschaftswissenschaft
4. Buddhistische Wirtschaftslehre
5. Groß oder klein?

Teil 2: Aktivposten 

1. Der größte Aktivposten – Bildung
2. Die richtige Nutzung von Grund und Boden
3. Hilfsquellen für die Industrie
4. Atomenergie – Rettung oder Verderben?
5. Technologie mit menschlichen Zügen 

Teil 3: Die Dritte Welt 

1. Entwicklung
2. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben, die die Entwicklung einer Mittleren Technik erfordern
3. Zwei Millionen Dörfer
4. Das Problem der Arbeitslosigkeit in Indien

Teil 4: Organisation und Eigentum 

1. Eine Maschine, die die Zukunft voraussagen kann?
2. Vorüberlegungen zu einer Theorie organisatorischer Großformen 
3. Sozialismus
4. Eigentum 
5. Neue Eigentumsmodelle 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alternativen für Wirtschaft und Technik "Small is Beautiful", Reinbek 1977 

 

 

langelieder.de/lit-schumacher.html  

Der britische Ökonom und ehemalige Wirtschaftsmanager E. F. Schumacher gilt als einer der Klassiker für eine alternative wirtschaftliche Denkweise. Pressestimmen: "Schumachers Buch lässt aufhorchen. Da schreibt einer, der tut, was er schreibt, da spricht einer mit der gleichen Selbstverständlichkeit über Probleme der kapitalistischen Wirtschaft, wie er die Bibel zitiert, da hält einer dem Glaubensbekenntnis des Kapitalismus die Lehren des Buddha entgegen und bleibt dabei sachlich, überzeugend und glaubwürdig. 

 


 

Pflichtlektüre nicht nur für Wirtschaftswissenschaftler        2004 von D. Rüb, München, bei Amazon

 

Ernst Friedrich Schumacher galt viel in seiner Wahlheimat England, aber in seinem Herkunftsland Deutschland war er schon zu Lebzeiten so gut wie unbekannt. Das ist so geblieben, und entsprechend gab und gibt es fast nur englischsprachige Bücher von ihm. Auf deutsch kann man nur noch sein Hauptwerk "Small is Beautiful" kaufen. Dabei sind die Ideen Schumachers immer noch frisch wie vor einer Generation. Immer noch sind Wachstum, Größe und Geschwindigkeit Ziele, die Schumacher als gewalttätig zurückwies. 

Er stellte dieser Ideologie eine buddhistische Wirtschaftslehre entgegen und mit der gleichen Selbstverständlichkeit zitierte er die Bibel. Er wollte nicht missionieren, er zeigte nur den Unterschied. Den Religionen geht es -wie Schumacher - nicht um Wirtschaftlichkeit um jeden Preis, sondern darum, dass die Menschen genug zum Leben haben. Ihm kam es durchaus und zuerst auf den Menschen an! Unbefriedigende Arbeiten sollten nicht sein. Damit war nicht nur das Fließband gemeint. Auch anspruchsvolle geistige Arbeiten können höchst unbefriedigend sein, wenn der Bezug zum Ganzen fehlt. Je größer die Produktionseinheit wird, desto leichter verliert der einzelne den Überblick und fühlt sich nur noch als austauschbares Rädchen im Getriebe. 

Dieses natürliche Bedürfnis des Menschen nach Kreativität ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass die Produktionseinheiten klein und überschaubar bleiben sollen. Schon damals hat Schumacher die weltweite Arbeitslosigkeit als Grundübel erkannt. Gerade in den ärmeren Ländern, in der sogenannten Dritten Welt, gibt es Hunderte von Millionen arbeits- und bildungsfähige Menschen, die nichts Sinnvolles tun dürfen. Dabei gäbe es Bedarf an allem. Es ist ein Teufelskreis. Die Menschen verdienen nichts, so dass sie auch nichts kaufen können und es wird nichts produziert, weil keine Kunden da sind. Um diesen Teufelskreis aufzubrechen müssen zuerst Arbeitplätze her. "Das geht nicht," schreien da die Wirtschaftler, "das ist viel zu teuer." 

Richtig, solange es die modernsten und teuersten Technologien sein müssen. Dann kostet ein Arbeitsplatz ein Vielfaches von dem, was ein geschickter Arbeiter in einem Jahr verdienen kann. Aber wenn einfachere Techniken verwendet werden, dann ist der einzelne Arbeitsplatz vielleicht nicht so produktiv wie in den Industrieländern, aber dafür viel billiger und es können viel mehr Menschen eingestellt werden. Dazu sagte Schumacher in einem Vortrag: "Wie Gandhi sagt, kann den Armen der Welt nicht durch Massenproduktion, sondern durch Produktion der Massen geholfen werden." Massenproduktion setzt voraus, dass man bereits reich ist und die großen Fabriken finanzieren kann. "Die Lösung für dieses Problem kam ihm in Indien. 

Er schildert das so: Dieses Land braucht eine Technologie, die "sehr viel besser sein müsste als die primitive Technologie - die Werkzeuge - , die gegenwärtig von den ganz Armen verwendet wird, aber auch sehr viel einfacher, billiger und leichter zu unterhalten als die teure und komplizierte Technologie des Westens. Mit anderem Worten, sie müsste eine intermediäre Technologie sein, ein Mittelding zwischen den beiden Extremen." 

Diese Form der Technik hat er "Mittlere Technologie" oder auch "angepasste Technologie" genannt. Das ist ein Schlüsselwort in Schumachers Werk. Damals bemängelte er, dass es gerade diese mittlere Technologie nicht gibt. Man könne nur einfachste Werkzeuge erhalten oder ganz ausgefeilte Maschinen, die dann gleich unerschwinglich teuer sind. Auch die einfache Bedienung ist ein wichtiger Bestandteil der mittleren Technologie. 

Heute, nach mehr als 30 Jahren hat sich die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter geöffnet. Nicht nur deshalb gehört das Buch auf den Schreibtisch eines jeden an Wirtschaft interessierten Menschen! 

 


Frisch wie vor einer Generation

Zum 25. Todesjahr von E. F. Schumacher 

Von Carl Amery in <Energiebündel> vom April 2002

Carl.Amery über Autor und Buch 

 

Das Jahr soll nicht vorübergehen, ohne daß die E.F.-Schumachergesellschaft für politische Ökologie ihres Namenspatrons gedenkt: er ist vor fünfund­zwanzig Jahren, 1977, während einer Zugreise in der Schweiz gestorben, so wie er gelebt hat, erfüllt von seiner Mission und völlig überraschend.

Wenn man heute jüngere oder auch schon gereifte Menschen nach ihm fragt, erhält man selten Auskunft; mit dem Namen assoziieren sie vielleicht einen oder zwei Rennfahrer, vielleicht auch noch den ersten SPD-Führer der Nachkriegszeit. 

Ernst Friedrich Schumacher war unendlich viel wichtiger als sie alle, und er wurde in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts zur Weltberühmtheit. Als er starb, trauerte nicht nur ganz England, sondern eine große anglo-amerikanische Öffentlichkeit und die Glocken der katholischen Westminster-Kathedrale läuteten zu seinem Begräbnis. (Er war in seinen letzten Lebensjahren zum Katholizismus konvertiert.) 

Sein Ruhm ließ sich, streng genommen, auf drei einfache Wörter zurückführen: SMALL IS BEAUTIFUL, Klein ist schön, so lautete der Titel seines bahn­brechenden Buches von 1973, deutsch erschien es als »Die Rückkehr zum menschlichen Maß«. Das Buch wurde neben der wissenschaftlich-prognost­ischen Studie der Meadows »Grenzen des Wachstums« (1972) und den Kampfschriften von Ivan Illich zum Klassiker der neuen ökologischen Weltsicht, der einzig wirklich originellen Perspektive des letzten Jahrhunderts. (Alles andere, was es bewegte und wodurch es bewegt wurde, auch der Faschismus, hatte seine Wurzeln tief im 19. Säkulum.)

Der geborene Rheinländer, familiär verbunden mit Werner Heisenberg und Erich Kuby, begann mit dem Studium der Wirtschafts­wissenschaft, in Deutschland wie in den USA und England. Im Zweiten Weltkrieg dort interniert und praktisch in der Landwirtschaft tätig, stieg er nach 1945 rasch zu national-britischer und internationaler Bedeutung auf, zunächst als Manager und Theoretiker der verstaatlichten Kohle-Industrie, aber auch als Partner in öffentlichen Diskussionen. Deutlich warnte er schon damals vor den Gefahren unbekümmerter Expansion und Plünderung der Ressourcen, aber seine eigentliche Bestimmung fand er erst nach einer Art von Konversion, die ihn aus selbstlosen Motiven (er stellte sich der christlich-fundierten OXFAM-Bewegung zur Verfügung) nach den Wurzeln weltweiter Armut und Krankheit zu suchen nötigte.

Was er entdeckte, und was ihn erstaunte, war die relative Belanglosigkeit der so genannten Wirtschaftswissenschaften, war die weite Wirklichkeit der wahren, der natürlichen Lebensgrundlagen und ihre Mißhandlung durch unsere Produktions- und Konsumtionsweisen. 

Kosten-Nutzen-Kalkül, Kauf und Verkauf: nie, so begriff er, war die körperliche und seelische Existenz der Menschheit durch solche Teilbegriffe wirklich definierbar. Aber nachdem sich der umtriebigste Teil der Menschheit heftig darum bemühte und bemüht, unser aller Existenz an dieses dürftige Schema anzupassen, ist Weltzerstörung als Programm und Vorhaben angesagt. 

»Es handelt sich hier um Tatsachen, die weder bestritten noch anerkannt werden, sondern man setzt eine undurchdringliche Mauer des Schweigens gegen sie. Ein Bestreiten wäre offensichtlich lächerlich, und ein Eingeständnis würde die Haupttriebfeder der modernen Gesellschaft als Verbrechen gegen die Menschlichkeit verdammen.« 

Der Aufbruch der frühen Siebzigerjahre, in dem E.F. Schumacher eine zentrale Macht war, schlug schwere Breschen in diese Mauer, offen wurde die Rationalität und vor allem die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschafts- und Lebensweise in Frage gestellt, und ihre Verteidiger gerieten in zunehmende Beweisnot. 

Wenn man heute, nach dreißig Jahren, <Small is Beautiful> aufschlägt, ist man fasziniert von der Aktualität dieses Textes, der unwiderlegt geblieben ist. Daß er so aktuell blieb, ist freilich auch auf die Tatsache zurückzuführen, daß das Empire des Totalen Marktes mit aller Macht zurückschlug. 

Jimmy Carter, der US-Präsident, der die Größe des Problems begriff, hatte zur Zeit von Schumachers Tod die umfassende Studie <GLOBAL 2000> in Auftrag gegeben, welche die prognostischen Ansätze der ökologischen Alternativen im Wesentlichen bestätigte. Mit dem Amtsantritt von Ronald Reagan 1980 verschwand sie blitzschnell in der hintersten Schublade, und die systematische, milliardenschwere und äußerst erfolgreiche Gegenoffensive begann. (Ihre wichtigste Waffe waren vermutlich hochdotierte think tanks, welche die Machtübernahme nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus 1989 bis weit in die Dissertationsthemen der Wirtschafts- und Sozialwissenschafts-Fakultäten der Hochschulen vorantrieben.) 

Der zynischste Neo-Liberalismus besetzte alle semantischen Höhen, das alternative Anliegen einer politischen Ökologie, wie sie aus aus jeder Seite von E.F. Schumachers Texten zu uns spricht, wurde zu einem lächerlichen »Politikfeld Umwelt« reduziert. Das Niveau der Diskussion ist dementsprechend erbärmlich geworden, dafür die Ansprüche der Profitwirtschaft an die Menschen entsprechend arroganter. 

Ihnen widerspricht, frisch wie am ersten Tag 1973, der Untertitel von SMALL IS BEAUTIFUL: A Study of Economics as if People Mattered - als ob es auf die Menschen ankäme!  ##

 

 

Teil 1   Die moderne Welt 

 

1.  Das Problem der Produktion

 

Es ist einer der verhängnisvollsten Irrtümer unserer Zeit zu glauben, das "Problem der Produktion" sei gelöst. Dieser Glaube wird nicht nur mit Überzeugung von Menschen vertreten, die weit von der Produktion entfernt und daher aus Berufsgründen mit den Tatsachen nicht vertraut sind – er wird von praktisch allen Fachleuten, den Managern in der Industrie und in den Regierungen der ganzen Welt, den akademischen und nicht ganz so akademischen Wirtschafts­theoretikern vertreten, ganz zu schweigen von den Wirtschafts-Journalisten. 

Sie sind möglicherweise über vielerlei uneins, einig aber sind sich alle darüber, daß das Problem der Produktion gelöst, daß die Menschheit endlich erwachsen geworden sei. Sie sagen, daß die wichtigste Aufgabe für die reichen Länder nunmehr die "Bewältigung der Muße" und für die armen Länder die "Weitergabe von technologischem Wissen" sei.

Daß nicht alles so gut aussieht, wie es müßte, ist sicher auf menschliche Schwächen zurückzuführen. Daher müssen wir ein so perfektes politisches System entwerfen, daß menschliche Schwächen verschwinden und jeder sich wohlverhält, ganz gleich, wieviel Schwächen es in ihm oder ihr gibt. Tatsächlich nimmt man weithin an, jeder werde mit guten Anlagen geboren. Wenn jemand zum Verbrecher oder Ausbeuter wird, liegt das am "System". Zweifellos ist "das System" in vielerlei Hinsicht schlecht und bedarf der Änderung. Einer der Hauptgründe dafür, warum es schlecht ist und warum es trotz seiner Mängel weiterbestehen kann, liegt in eben der irrigen Ansicht, das "Problern der Produktion" sei gelöst. Da dieser Irrtum alle gegenwärtigen Systeme durchdringt, spricht gegenwärtig für keines von ihnen sehr viel.

Das Auftreten dieses Irrtums, der ebenso unglaublich wie fest verwurzelt ist, hängt eng mit den philosophischen, um nicht zu sagen religiösen, Veränderungen zusammen, die in den letzten drei oder vier Jahrhunderten in der Haltung des Menschen der Natur gegenüber eingetreten sind. Vielleicht sollte ich sagen: des westlichen Menschen, doch da die gesamte Welt sich zur Zeit verwestlicht, erscheint die allgemeinere Aussage gerechtfertigt. 

Der moderne Mensch erfährt sich selbst nicht als Teil der Natur, sondern als eine von außen kommende Kraft, die dazu bestimmt ist, die Natur zu beherrschen und zu überwinden. Er spricht sogar von einem Kampf gegen die Natur und vergißt dabei, daß er auf der Seite der Verlierer wäre, wenn er den Kampf gewönne. Noch bis vor kurzem sah der Kampfverlauf so günstig aus, daß die Selbsttäuschung unbegrenzter Macht daraus erwuchs, doch wiederum nicht so günstig, als daß er die Möglichkeit eines vollständigen Sieges hätte erkennen lassen. 

Dieser Sieg zeichnet sich nun ab, und viele Menschen, wenn auch nur eine Minderheit, beginnen sich darüber klarzuwerden, was das für das Weiterbestehen der Menschheit bedeutet.

Die Täuschung, über unbegrenzte Kräfte zu verfügen, die durch erstaunliche wissenschaftliche und technische Errungenschaften genährt wurde, brachte zugleich die Täuschung mit sich, das Problem der Produktion wäre gelöst. Und dieses gründet auf der Unfähigkeit, da zwischen Ertrag und Kapital zu unterscheiden, wo es auf diese Unterscheidung am meisten ankommt. Jeder Betriebswirtschaftler und Geschäftsmann kennt den Unterschied und wendet ihn bewußt und mit beträchtlichem Scharfsinn auf alles wirtschaftliche Tun an – außer da, wo es wirklich wichtig wäre: nämlich beim unersetzlichen Kapital, das der Mensch nicht geschaffen, sondern einfach vorgefunden hat und ohne das er nichts tun kann.

Ein Geschäftsmann würde von einer Firma nicht annehmen, daß sie ihre Probleme der Produktion gelöst hat und lebensfähig ist, wenn er sähe, daß sie rasch ihr Kapital aufzehrt. Wie aber könnten wir diesen wesentlichen Tatbestand übersehen, wenn es um dieses sehr große Unternehmen, die Wirtschaft des Raumschiffs Erde, und insbesondere um das jeweilige Wirtschaftssystem seiner reichen Fluggäste geht?

Ein Grund dafür, daß diese wesentliche Tatsache übersehen wird, liegt darin, daß wir uns von der Wirklichkeit entfremdet haben und alles als wertlos ansehen, was wir nicht selbst erzeugt haben. Sogar der große Dr. Marx verfiel diesem verhängnisvollen Irrtum, als er die sogenannte "Arbeitswert-Theorie" formulierte. 

Nun, wir haben wirklich gearbeitet, um etwas von dem Kapital zu schaffen, das uns heute bei der Produktion hilft – einen großen Vorrat an wissenschaftlichem, technischem und sonstigem Wissen, eine ausgeklügelte materielle Infrastruktur, zahllose Formen hochentwickelter Technologien und so weiter – aber all das ist nur ein kleiner Teil des Gesamtkapitals, das wir einsetzen. 

Weit größer ist das von der Natur und nicht vom Menschen zur Verfügung gestellte Kapital – und wir erkennen es nicht einmal als das, was es ist. Dieser größere Teil wird gegenwärtig mit beunruhigender Geschwindigkeit aufgezehrt, und daher ist es ein unsinniger und selbstmörderischer Irrtum zu glauben, das Problem der Produktion sei gelöst, und nach diesem Glauben zu handeln.

 

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