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Lexikon-Drogen 

 

Glossar samt Szenesprache

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A-

"A"   Abk. f. => Amphetamin, auch „Speed" genannt 

AAA  Jargon für Heroin aus Südostasien, auch „China White" genannt

Abasin bromhaltiges, rezeptpflichtiges Beruhigungsmittel; in der Drogenszene oft in Kombination mit Alkohol eingenommen

Abessinischer Tee Jargon für  => Kath

abfahren   die Droge auf sich wirken lassen; die Wirkung der Droge genießen

Abhängigkeit   Sammelbegriff für verschiedene Formen der Arzneimittelabhängigkeit, Sucht; A. wird definiert als das unbezwingbare, gierige Verlangen zur fortgesetzten Einnahme einer oder mehrerer Drogen; unterschieden werden physische (körperliche) und psychische (seelische) A.; bei physischer A. führt das Absetzen der Droge(n) zu  => Entzugserscheinungen, die sich körperlich äußern — z.B. Tremor, Übelkeit, Krämpfe etc.;  bei psychischer A. stellen sich depressive Verstimmungen und mehr oder minder starker Verlust von Motivation und Selbstkontrolle ein

abliegen  die Drogenwirkung genießend daliegen; unter Einfluß von Narkotika einschlafen

abnahten  unter Einfluß von Narkotika in einen Dämmerzustand abgleiten, der nach außen hin wie Schlaf aussieht, sich aber vom Schlaf durch leichte Halluzinationen, sich assoziativ-verselbständigende Gedankenarbeit und verstärkte Wahrnehmung der Körpersensationen unterscheidet

A-Bombe  Zigarette bzw. „Joint", welcher Marihuana oder Haschisch und Heroin enthält

Abstinenz-Syndrom Entzugserscheinungen, Krankheitszeichen, die sich beim Absetzen von suchterzeugenden Mitteln einstellen

Abusus (lat.)  Mißbrauch von Pharmaka oder Genußmitteln; von der WHO definiert als Anwendung von Pharmaka ohne medizinische Indikation bzw. in übermäßiger Dosierung;  => "Gebrauch" und die vier darauf folgenden Definitionen

Abwehrmechanismen  des Menschen dienen der Regulierung seiner Triebdynamik; mittels Verleugnung, Isolierung, Rationalisierung, Verdrängung und Verschiebung wird Angsterregendes, Bedrohliches und Unangenehmes vermieden; Drogen dienen — je häufiger sie genommen werden um so mehr — als Ersatz für nicht vollständig funktionierende oder völlig versagende A.

Acapulco   Gold eine Sorte mexikanischen Marihuanas mit dem Ruf, zu den weitbesten, also potentesten Sorten überhaupt zu zählen

Acedicon   Hustenmittel mit Hauptwirkstoff Thebacon-hydrochlorid, ein Morphin-Derivat; A. ist in der Drogenszene bekannt und begehrt, da sich die Entzugserscheinungen von Opiaten damit mildern lassen

Aceton (Dimethylketon)   klare, farblose, aromatisch riechende und scharf schmeckende, leicht entzündliche Flüssigkeit, die als Lösungsmittel, so auch als Fleckentferner und zur Herstellung von Klebemitteln genutzt werden kann; wird in den Niederungen der Drogen-Szene als Rauschmittel genommen und inhaliert; zählt zu den zahlreichen sogenannten Schnüffelstoffen —> Delirianten

Acid (engl.: Säure)   gängige Bezeichnung für LSD   => LSD

Acid-Freak   Konsument, der zuviel LSD nimmt   => Freak

Acid-Head  Konsument, der nur selten LSD nimmt und für sich Erkenntnisse oder meditative Effekte daraus erzielt  => Head

Acid-Rock   eine bestimmte Art von Rockmusik, die Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre aufkam und einerseits den Rausch beschreiben, andererseits seine Wirkungen mit musikalischen Mitteln verstärken sollte

Adam   Deckname für => MDA und MDMA bzw. Ecstasy / XIC

Addiktion   => Sucht

addiktiv  suchterzeugend, physische Abhängigkeit bewirkend

Adrenalin   in der Nebennierenrinde produziertes körpereigenes Hormon mit antriebs- und motivationsför-dernder Wirkung; einige Drogen verlangsamen die Resorption von A., andere imitieren seine Wirkungsweise

Adrenochrom   ein im Intermediärstoffwechsel gebildetes Oxidationsprodukt des Adrenalins, ein körpereigenes Hormon; wurde lange Zeit für die Ursache von Schizophrenie gehalten; wenn injiziert, verursacht A. Schmerzen sowie Wahrnehmungs­verzerrungen, bizarre mentale Effekte und Paranoia

Adumbran (Oxazepam) ein allgemein beruhigendes, Emotionen dämpfendes Benzodiazepin, dessen Einnahme nach hoher Dosierung zu erhöhter Schlafbereitschaft führt; A. wird in der Drogenszene in Kombination mit Alkohol eingenommen, was zu einem starken narkotischen Rausch führt

Aethanol   => Alkohol

Äther   (gr.: aither = Himmelsluft) eine leicht flüchtige, feuergefährliche Flüssigkeit, die sowohl als Desinfektionsmittel als auch als Narkosemittel genutzt wird; aufgrund seiner Flüchtigkeit und seiner narkotisierenden Qualitäten wird Äther oftmals - nicht nur als Ersatz-Droge - inhaliert  => Delirianten

Äthylalkohol   =>  Alkohol

Affe steht als Verkörperung der Sucht und ihrer Verselbständigung; „den Affen schieben" oder „den Affen im Rücken haben" bedeutet, an Abstinenzerscheinungen zu leiden

Agent Deckname für Dealer und Pusher

A-Kopf Konsument von Amphetaminen und Methamphetaminen (=> Speed)

Aktion Kauf/Verkauf von illegalen Drogen

a la canona (puertorik. Slang) „trockener/kalter" Entzug, „Cold Turkey" => Entzug

Alkaloide   alkalisch reagierende, meist relativ kompliziert aufgebaute stickstoffhaltige Naturstoffe, die in vielen tropischen und subtropischen Pflanzen, vor allem Nachtschattengewächsen, gebildet werden und häufig ausgeprägte pharmakologische Wirkungen besitzen; sie werden durch Extraktion bestimmter Pflanzenteile mit verdünnter Salzsäure und anschließender Destillation gewonnen; ca. 3000 A. sind bekannt; sie haben z. T. stark betäubende und berauschende, sprich: zentralnervös erregende Wirkung; A. — die bekanntesten sind Atropin, Chinin, Codein, Coffein, Kokain, Morphin, Nikotin und Scopolamin — sind fast immer hoch giftig und erzeugen physische Abhängigkeit; mittlerweile können einige A. synthetisch hergestellt werden

Alkohol gebräuchlicher Name für Aethanol (bzw. Äthylalkohol); in der westlichen Welt heute von vielen gar nicht als Droge verstanden; weil legal und gesellschaftlich geduldet, gehört A. zu den härtesten und gefährlichsten Rauschgiften überhaupt und besitzt — wie alle Rauschmittel — sowohl zentralerregende als auch zentraldämpfende Wirkung; zuviel Alkohol kann tödlich sein; der gesunde Körper vermag höchstens 500 Milliliter in 24 Stunden abzubauen; die Wirkung des Alkohols wird zunächst als Anregung wahrgenommen, da Teile des Gehirns stimulierende Neurotransmitter produzieren; dieses wird begleitet von einer zunehmenden Desorientierung und Verschleierung der Gedanken, geht einher mit Verlust der Kontrolle über die Bewegungskoordination und wird zunächst als angenehm empfunden; die beschriebenen Effekte weichen aber bald den zentraldämpfenden Wirkungen und führen bei Dosissteigerung zu Koma und Tod; bei etwa 4 bis 5 Promille ist die tödliche Grenzkonzentration erreicht; Alkohol verursacht, je nach Veranlagung, recht schnell psychische, nach längerer Einnahme auch physische Abhängigkeit, die als komplizierter, langwieriger und schwerer zu heilen gilt als die Abhängigkeit von Heroin

Alphaprodin eines der ersten Designer-Opiate, etwa so potent wie Morphin; Einnahme über mehrere Tage ist suchterzeugend

Alraune (Mandragora officinarum) eine der Tollkirsche verwandte Pflanze, deren Wurzel reich ist an den Alkaloiden Atropin und Scopolamin; als Rauschmittel genommen vermag A. schwere Räusche zu verursachen, die durch völlige Hemmungslosigkeit aufgrund von Kontrollverlust gekennzeichnet sind

Amerikanischer Traum Jargon für Räusche, die auf Kombinationen mehrerer Drogen zurückzuführen sind, letztlich ein sorgloses Spiel mit den Effekten und Gefahren der => synergistischen Wirkung  

Amobarbital ==> Amytal  

Amphetamin (Phenylpropylamin) ein durch psycho-stimulierende, euphorisierende, zentrale Wirkung stark zu Mißbrauch disponiertes Arzneimittel, das u. a. von Sportlern zum Zwecke des Doping verwendet wird; im Jargon „Speed" genannt, werden Amphetamin und seine Derivate aufgrund der beschriebenen Eigenschaften auch als „Weckamine" bezeichnet - Amphetamin und seine Derivate werden in der Medizin als Appetitzügler eingesetzt; bei Mißbrauch (geschluckt, geschnupft oder injiziert) werden die Wirkungen des Noradrenalins - Lustgefühle, Körpersensationen, vermeintlich erhöhte Konzentration und Schmerzfreiheit -beobachtet; die inzwischen kaum zählbaren Varianten der Amphetamine gehören in den USA zu den am häufigsten mißbrauchten Drogen; A. produziert schon bald psychische, jedoch keine physische Abhängigkeit

AMT  1. amerikanische Bezeichnung für —> DMT   2. Abkürzung für Amphetamin 

Amylnitrit wird in der Medizin als Koronartherapeutikum, sprich: zur Behandlung von Herzerkrankungen (Angina pectoris) eingesetzt; mißbräuchlich wird A. meist inhaliert, was (ab 100 Milligramm) einen sehr kurzen, heftigen Rausch ergibt; der Konsument fühlt sich — aufgrund einer Anregung seines Blutkreislaufs und eines somit stark durchbluteten Gehirns — sehr wach und wähnt sich omnipotent; A. genießt sehr zu Unrecht den Ruf, ein sexueller Stimulator zu sein, während das Gegenteil der Fall ist: mittel- und langfristiger Gebrauch bewirken bei Frauen sexuelle Lustlosigkeit, bei Männern Impotenz; der Konsum von A. kann sehr schnell zu psychischer Abhängigkeit führen

Amytal (auch: Amobarbital) ein Barbiturat, das bei einer Dosis von 20 bis 50 Milligramm sedativ, zwischen 100 und 200 Milligramm hypnotisch wirkt; A. erzeugt bei langfristigem, aber auch bei kurzfristig-exzessivem Gebrauch starke psychische Abhängigkeit; schon die Einnahme der zehnfachen hypnotischen Dosis kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen; die potentiell letale Dosis des Amobarbitals beträgt 2 bis 3 Gramm

Amytal Sodium wie Amytal, aber stärker; schon 60 Milligramm können hypnotisch wirken; exzessiver Gebrauch erzeugt starke psychische und physische Abhängigkeit; Dosen ab 90 Milligramm sind hirn- und lebertoxisch

AN 1  eingetragener Warenname eines rezeptpflichtigen Arzneimittels mit dem Wirkstoff Amphetaminil, einem Derivat des Amphetamins, zur Behandlung körperlicher und psychischer Ermüdungszustände, Angstzustände, Antriebsschwäche und Depressionen; AN 1 gehörte in den siebziger Jahren zu den bekanntesten Weckaminen im deutschsprachigen Raum - und wurde und wird in der Drogenszene als eine der vielen Varianten des  => „Speed" empfunden und genommen

Anästhesie aus dem Griechischen übernommener medizinischer Fachausdruck für „Unempfindlichkeit"; erwünschtes Ergebnis einer Narkose (allgemeine Betäubung) oder einer Lokalanästhesie (örtliche Betäubung)

Anästhetika  Medikamente zur Erzeugung einer allgemeinen oder lokalen —> Anästhesie

Anal-Bombe Jargon für in Zäpfchenform anal zugeführtes Heroin; A. werden meist genommen, um das Injizieren zu umgehen, z.B. wenn aufgrund einer Verhärtung der Venen keine Injektion möglich ist

Analeptika (gr.: analeptikos = erfrischend) auf bestimmte Funktionszentren des Gehirns erregend wirkende Stoffe, die z.B. die Atmung, den Kreislauf und den Stoffwechsel aktivieren; da auch das Amphetamin im weitesten Sinne (sogar Koffein) zu den A. gezählt wird, interessiert sich die Drogenszene auch für A., obwohl sie nicht berauschend, sondern - in hohen Dosen - bestenfalls krampfauslösend sind

Analgesie medizinischer Fachausdruck für Linderung bzw. Aufhebung der Schmerzempfindung z.B. durch Narkotika, Lokalanästhetika oder Analgetika

Analgetika Schmerzmittel bzw. schmerzstillende Pharmaka

analgetisch (gr.) schmerzstillend

anfixen (Jargon) jemandem den ersten Heroin-Schuß geben bzw. ihm dazu verhelfen

angegroovt (aus amerik. Slang eingedeutscht) unter Kokaineinfluß stehend

Angel Dust Deckname für PCP (obsolet) —» Phencyclidin

Anileridin  eines der ersten Designer-Opiate, wenn über mehrere aufeinanderfolgende Tage eingenommen, etwa ähnlich potent und suchterzeugend wie Morphin; in der Drogenszene (z.B. in USA) als Ersatz-Heroin, also zur Linderung von Entzugs­erscheinungen begehrt

Antidepressiva antriebssteigernde, stimmungsaufhellende oder angstlösende und antriebsdämpfende Psychopharmaka; in hohen Dosierungen, vor allem in Kombination mit Alkohol eingenommen, werden A. in der Drogenszene als sogenannte „Stimmungs­heber" eingenommen

Antihistaminika Substanzen unterschiedlicher Struktur, die die Wirkung von körpereigenen Histaminen aufheben; sie werden zur Behandlung von Allergien eingesetzt und wirken in höheren Dosierungen sedativ; User kombinieren A. oft mit Codein und/oder Alkohol, wobei die synergistische Wirkung meist unterschätzt wird; zu hohe Dosierungen von A. können zu Übernervosität, Krämpfen und gefährlicher Verlangsamung der Atmung führen und ähnliche Wahrnehmungsverzerrungen bewirken wie Atropin und Scopolamin; A. sind nicht suchterzeugend

Antitussiva (lat.: Tussis = Husten) Hustenmittel; zu ihnen zählen u.a. zentral angreifende Pharmaka wie Codein oder Dihydrocodein, die die Gefahr des Mißbrauchs durch Abhängige mit sich bringen

antörnen/törnen eine Droge einnehmen; sich berauschen

Apathie unnatürliche Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit; meist Folge schwerer Krankheiten oder Überbelastungen ist die A. auch ein wesentlicher Bestandteil fortgeschrittener Drogenabhängigkeit

Areca catechu  botanischer Gattungsbegriff für  => Betelnuß  

around the turn, to be etwa zu übersetzen mit „die Kurve kriegen" oder „überm Hügel sein"; meint, den schwierigsten Teil eines Entzugs gemeistert zu haben

Artillerie Jargon für das Fixerbesteck; die Injektion selbst wird als „Schuß" empfunden und so genannt

Ascorbinsäure (Vitamin C) feinkristallines, leicht lösliches Pulver, das in der Junkie-Szene benutzt wird, um das - meist stark verschnittene Heroin - wasserlöslich und injizierbar zu machen

Asthmador  Asthmazigarette, die zu 50 % Stramonium und zu 4,5 % Belladonna enthält; in großen Mengen eingeatmet, verursachen diese Ingredienzen leichte Halluzinationen, weshalb Asthmador, legal und preiswert zu besorgen, vor allem bei Teenagern z.B. in den Niederlanden sehr beliebt ist

Ataraktika (gr.: ataraxia = völlige Ruhe) Angst- und Verspannungszustände lösende Arzneimittel, Beruhigungsmittel

ataraktisch sedativ, beruhigend

Atmungsschwäche durch Einnahme toxischer Drogen in zu großen Dosen einsetzende —> respiratorische Depression, die zu teilweise oder völligem Atmungsstillstand und dadurch bedingter Herzmuskellähmung (—> Herzstillstand) und somit zum Tod führen kann

Atosil eingetragener Warenname eines Arzneimittels mit dem Inhaltsstoff Promethazin-Hydrochlorid zur Behandlung von Schlafstörungen und Unruhezuständen; wird in der Drogenszene in Kombination mit Alkohol als Ersatznarkotikum mißbraucht

Atropin hochtoxischer alkaloider Wirkstoff des Stechapfels und der Tollkirsche; wirkt in höheren Dosen erregend und stark halluzinogen; A. ist weniger toxisch als das verwandte Alkaloid Scopolamin, kann aber ab 10 Milligramm zu unangenehmsten Vergiftungserscheinungen mit tagelangen Folgen und eventuell auch bleibenden Schäden führen; eine tödliche Dosis ist nicht bekannt; A., das Gegengift zum Muskarin, dem psychoaktiven Wirkstoff des Fliegenpilzes, ist nicht suchterzeugend

Aufputschmittel umgangssprachlicher Begriff für Psychotonika, sprich: Müdigkeit unterdrückende Mittel und Substanzen

ausgeflippt vom exzessiven Halluzinogenkonsum geistig ausgebrannt

Autogenes Training 1920 von J. H. Schultz als „Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung" entwickelt, ist AT heute Bestandteil vieler Entzugstherapien

Aversionstherapie veraltetes Entzugsverfahren, im Rahmen dessen versucht wird (z.B. durch Koppelung der Drogeneinnahme mit unangenehmen Reizen wie etwa elektrischen Schlägen), bei dem zu Therapierenden eine Abneigung gegen die Droge zu erzielen

Ayahuasca indianischer Name von —> Yage

 

 

B-

 

Bag (auch: Pack) Herointütchen für den Straßenverkauf, meist 0,05 Gramm stark verschnittenen Stoff beinhaltend

Ballon winzig kleine Beutel aus Gummi, gefüllt mit der üblichen Straßenportion Heroin; können in Gefahrenmomenten, z.B. bei Festnahme, geschluckt und später ausgeschieden werden

Bambinos Jargon für Weckamine —> Amphetamin 

Bambu  (wahrscheinlich aus dem Slang lateinamerikanischer User übernommen) „Joint"

Bang (amerik. Slang) intravenöse Injektion harter Drogen, „Schuß"

Banisterin —> Harmin

Baralgin eingetragener Warenname für ein rezeptpflichtiges Arzneimittel mit dem Inhaltsstoff Metamizol-Natrium zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen; in der Drogenszene bekannt, weil es die Abstinenzerscheinungen von Opiaten zu lindern vermag

Barbiturate Salze der Barbitursäure; dosisabhängig sedierend, hypnotisch und narkotisch wirkende Pharmaka; bekannter Vertreter ist z.B. Phenobarbital; in höheren Dosen wirken Barbiturate nicht zentral-dampfend, sondern zentralerregend und euphorisierend; es ist die Gefahr einer Barbituratsucht gegeben; zusammen mit Alkohol kann die Einnahme von B. zu bizarren Halluzinationen und/oder starker Apathie führen; Dosissteigerungen über 200 Milligramm und zwanghafte chronische Einnahme zeigen eine Abhängigkeit an; Überlebenschancen bei schweren Intoxikationen hängen von Dosis und Art des eingenommenen Barbiturats ab; Dosen über 1000 Milligramm können tödlich sein; die meisten User, die B. nehmen, sind auch Amphetamin-Konsumenten: tagsüber Amphetamine, um wach und fit zu bleiben, abends B., um sich zu beruhigen und um einschlafen zu können; B. gehören weltweit zu den am häufigsten mißbrauchten Wirkstoffen

B-Bombe Jargon für Benzedrin-Inhalationen

Beatniks der Ausdruck steht für „geschlagene Generation" und meint die Vorläufer der Hippies; die B., als deren Gallionsfiguren Kerouac und Ginsberg gelten, sind in der Drogenszene heute berühmt für ihren Konsum aller möglicher Sorten Speed

Belladonna gemeint ist Atropa belladonna, die Tollkirsche, auch „tödlicher Nachtschatten" genannt; sie enthält die Alkaloide Atropin, Scopolamin und Hyoscy-amin und wird als Spasmolytikum bei Magen- und Darm-Krämpfen, Asthma, Verstopfung, Keuchhusten und Koliken eingesetzt; bei mißbräuchlicher Dosierung verursacht B. völlige Desorientierung, bizarre Gedan-kenverknotungen und starke Halluzinationen; dem Rausch folgt ein etwa 48stündiger Kater: Gedächtnislücken, Konzentrationsschwäche, verklärte Sicht, Stottern und andere Sprachstörungen, gelegentliche Muskelkrämpfe und Paranoia; vor allem im Mittelalter soll es häufig Fälle psychischer Abhängigkeit von Belladonna gegeben haben

Bennies (amerik. Slang) Abk. f. Benzedrin 

Benz(ie) (amerik. Slang) Abk. f. Benzedrin

Benzedrin eingetragener Warenname für ein Betäubungsmittel mit dem Wirkstoff Amphetamin, der sich durch psychostimulierende Wirkung auszeichnet; Benzedrin war in der Beat-Ära eine ausgesprochene Modedroge, wurde in Dosen zwischen 150 und 250 Milligramm eingenommen und häufig auch, der starken synergistischen Wirkungen wegen, mit Alkohol kombiniert; B. verursacht recht bald psychische Abhängigkeit und gehört zu den weltweit am häufigsten mißbrauchten Arzneimitteln

Benzin wird, wie Kerosin und Gasolin auch, vor allem in der Dritten Welt nicht seifen seiner berauschenden Wirkung wegen inhaliert; der Rausch dauert etwa 30 Minuten an; er bringt Mattigkeit, Schwindelgefühl und halluzinatives Farbenspiel mit sich; hirn- und lebertoxisch —» Delirianten

beotzt unter Drogeneinfluß (—> Otz)

Berliner Tinktur ein vom deutschen Schwarzmarkt erdachter und hergestellter Ersatz für Heroin; B. ist eine opiumhaltige Flüssigkeit, deren Wirkung aufgrund der großen Menge Essigsäure, die sie beinhaltet, stärker und länger anhaltend sein soll als die von Heroin; BT ist sehr viel gesundheitsschädlicher als Heroin, da die mit ihr aufgenommenen Salze von der Leber kaum abgebaut werden können und die Entwicklung von Leberzirrhosen begünstigt wird

Beschaffungskriminalität 1. strafbare Handlungen zwecks Finanzierung des Drogenbedarfs (Schmuggel, Einbrüche, Diebstähle, Prostitution etc.) 2. strafbare Handlungen im Rahmen der Beschaffung der benötigten Droge (Erwerb, Besitz)

Besteck alle Gegenstände, die der Einnahme von Drogen dienen, insbesondere aber das Injektionsbesteck der Fixer

Betäubungsmittel (Abk.: BtM) Sammelbegriff für unter das —> Betäubungsmittelgesetz fallende Substanzen mit psychotropen, bewußtseins- und stimmungsverändernden Wirkungen, die zu physischer und psychischer Abhängigkeit führen können

Betäubungsmittelgesetz (BtMG) das Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln, das am 1. Januar 1982 in Kraft trat, stellt den ungesetzlichen Gebrauch von den in seinen Anlagen abschließend aufgezählten Betäubungsmitteln unter Strafe und regelt zusammen mit der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMW) die ärztlich indizierte Verwendung von Betäubungsmitteln

Betelnuß ist die Frucht der Betelpalme, die im Osten Indiens und in Indonesien wächst; die psychoaktiven Agenzien der B. sind die Alkaloide Arecolin, Arecain und Arecaidin; ein Stück der B., zusammen mit Betelpfeffer und gebranntem Kalk gekaut, erzeugt einen milden euphorisch-halluzinogenen Rausch; längere Einnahme führt zu chronischer Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen; im euro-amerikanischen Raum ist die B. weitgehend unbekannt

Bewußtsein psychologisch gesehen bedeutet Bewußtsein „das unmittelbare Gegenwärtighaben von Erlebnissen"

Bewußtseinserweiterung   Zugang zu verschütteten, unzugängliche Zonen des Bewußtseins mit Hilfe von Drogen, wobei zu betonen bleibt, daß identische Effekte auch durch Fasten, Meditation, Tanz, Sport, ja letztlich durch alle Formen sensorischer Deprivation und sensorischer Überladung erreicht werden können

Bewußtseinsstörungen reichen von Benommenheit über Somnolenz und Sopor bis zum Koma; während Benommenheit verlangsamtes Denken/Handeln und erschwerte Orientierung umschreibt, meint Somnolenz krankhafte Schläfrigkeit, der Betroffene ist weckbar; aus dem Sopor als stärkere Form der Somnolenz ist er nicht mehr erweckbar, im Koma befindet er sich in einem Zustand tiefster Bewußtlosigkeit, die sich auch mit stärksten Reizen nicht unterbrechen läßt; alle diese Stufen der B. können sich unter Drogen einstellen oder aufgrund längerer Drogeneinnahme auftreten

Bhang (ind. -arab.) Opiumsud, der sich durch das Rauchen nach und nach in der Pfeife ansammelt, später aufgefangen und erneut geraucht wird

Big Chief Deckname für Meskalin BigD Deckname für LSD

Big Man (wörtlich: Großer Mann) Drogenhändler größeren Kalibers

Bilsenkraut  (Hyosciamus niger)  stark scopolaminhaltiges Nachtschattengewächs, das in Asien, Europa und Nordafrika vorkommt

Bing Jargon für eine kleine Menge Haschisch oder Opium

Biphetamin g emeint ist DL-Amphetamin, bisweilen „Black Beauty" genannt; zentralnervöser Stimulant, welcher in höheren als ärztlich verordneten Dosen (ab 20 Milligramm aufwärts) aufputschende Rauschwirkung verursacht; psychische Abhängigkeit entsteht relativ schnell

Biz eigentlich eine gängige Abkürzung für „Business" (Geschäft), steht der Begriff in der Drogenszene für alle Formen des Drogenhandels

Black Beauty 1. Opium 2. Amphetamin-(Biphetamin-) Tabletten

Black Heroin eine Mixtur aus Heroin und Coffein, extrem potent, aber auch extrem schädlich; die synergistische Wirkung der beiden Drogen kann sehr rasch zu Blutvergiftungen und Leberschrumpfungen führen

Blackout Bewußtlosigkeit bzw. Kollaps als Folge des Drogenkonsums

Blanco (span.) weißes Heroin

Blockbuster Deckname für Barbiturate aller Art

blow eigentlich „blasen", „pusten", meint der Ausdruck in der Drogenszene das Rauchen von Haschisch oder Opium

Blue Acid der Begriff (ein Wortspiel auf Blausäure) steht für blaue LSD-Pillen

Blue Heaven   Jargon für Barbiturate

Blue Velvet eine Kombination aus Alkohol, Codein und Antihistaminika; die synergistische Wirkung verursacht sedative und euphorische Effekte; hirn- und lebertoxisch

Body-Drugs nennt man Drogen, die starke Körpersensationen bewirken bzw. deren Konsum besondere körperliche Gefühle und Lüste mit sich bringt, z.B. Amphetamin, Opium, Heroin (—> Head-Drugs)

Bong asiatische Haschischpfeife

bombed, to be (wörtlich: „ausgebombt sein") Beschreibung für die Teilnahmslosigkeit und Antriebsschwäche, die sich infolge exzessiven und/oder langwährenden Drogenkonsums ergeben

Bootlegger Jargon für Schmuggler und/oder Drogenhändler größeren Kalibers

Braun(ie) 1. braunes Heroin  2. Dexedrin-Tabletten (amphetaminhaltig)

breit  unter massiver Drogenwirkung 

brennen von der Polizei beobachtet werden

Brown Sugar (Diacetylmorphin) Bezeichnung für hellbraunes Heroin aus Asien

BtM Abk. f. Betäubungsmittel

BtMG Abk. f. Betäubungsmittelgesetz

Bufotenin (5-Hydroxydimethyltryptamin) ist der Inhaltsstoff bestimmter Bohnen aus der Familie der Mimosaceae; es wurde auch im Hautsekret der Kröte (Bufo) nachgewiesen; verursacht in Dosierungen ab 50 Milligramm leichte Desorientierung, Euphorie und lebhafte halluzinative Farbenspiele; die Urbevölkerung im nördlichen Argentinien verarbeitet die Bohnen zu Schnupfpulver (Yopo); es bewirkt neben leichten Krämpfen und Übelkeit Halluzinationen und unruhigen Schlaf

Bummer Nachwirkungen halluzinogener Trips: Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Tremor

Bunker Versteck/Aufbewahrungsort für illegale Drogen

bunkern 1. verstecken, das Aufbewahren illegaler Drogen an einem sicheren Ort 2. sichern, das Aufbewahren von Drogen für schlechte Zeiten

Bust, der eingedeutschter Begriff für Verhaftung/Festnahme aufgrund von Drogenbesitz und/oder -handel

Butisol Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Butabar-bital (5-Ethyl-5-sec-butylbarbitursäure); das - oral eingenommen - bis zu 100 Milligramm sedativ, ab 100 Milligramm aufwärts stark hypnotisch wirkt; B. gehört in den USA zu den am häufigsten mißbrauchten Arzneimitteln

Button (wörtlich: Knopf bzw. Scheibe) eine getrocknete Scheibe (zugleich: eine mittlere Portion) vom Peyotl-Kaktus; Buttons zu kauen, den Saft zu schlucken und die Fasern auszuspucken, ist die traditionelle indianische Art, Meskalin zu konsumieren

Buzz 1. (amerik. Slang:) „Joint" 2. Deck-/Kosename für Heroin-Rausch

 

C-

 

"C"  ==>>  Kokain, Coke, Koks

C & H   Mixtur aus Kokain und Heroin; auch Speedball genannt

C & M   Mixtur aus Kokain und Morphium

Cadillac  Jargon für eine Unze (28,4 Gramm) Kokain

Cafilon  Kombinationsarzneimittel, das sich in der Junkie-Szene großer Beliebtheit erfreut, da es die Abstinenzerscheinungen von Opiaten zu mildern vermag

Candy Deckname für alle Rauschdrogen

Cannabis, Cannabis sativa die harzhaltigen Triebspitzen der weiblichen Hanfpflanze werden - getrocknet -als Marihuana geraucht, gegessen oder getrunken und rufen euphorische und leicht halluzinative Effekte hervor; das Harz der Pflanzen, zu einer festen Masse geknetet, ergibt Haschisch; die halluzinogen Eigenschaften werden dem Tetrahydrocannabinol (THC) zugeschrieben (—> Marihuana, Haschisch und THC)

Cannabis-Konsumenten  dazu zählt, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO), wer ein- oder mehr als einmal die Woche Cannabis oder Cannabis-Derivate (z.B. Haschisch) konsumiert; die Zahl der Cannabis-Konsumenten wird von der WHO auf weltweit über eine halbe Milliarde hochgerechnet

Captagon eingetragener Warenname für ein Arzneimittel mit dem Inhaltsstoff Fenetyllin mit psychostimu-lierender und euphorisierender, dem Amphetamin ähnlicher Wirkung, das deshalb in aller Regel in der Drogenszene als eine Variante von Speed bezeichnet und genommen wird

Carfentanyl das bislang potenteste untersuchte Designer-Opiat (7500mal so potent wie Morphin)

Catha edulis botanische Bezeichnung für das afrikanische Zelastergewächs, dessen Alkaloiden Cathin, Cathidin und Cathinin aufputschende Wirkung innewohnt

cephalotrop die physiologischen Funktionen des Gehirns beeinflußend (—> psychotrop)

Chandoo (chin.) Bezeichnung für rauchfertiges Opium, verarbeitetes Rohopium

Charlie Deck-, Kosename für —> Kokain

Chars / Charas / Charrass  Hindu-Wort für Haschisch, dem Harz des Cannabis  

Chemikalien in der Drogenszene Deckname für berauschende Arzneimittel (wie z.B. Neuroleptika und Psychopharmaka)

Chillum (ind.) traditionelle, röhrenförmige Haschischpfeife

China White pures, sehr potentes weißes Heroin aus Südostasien; gelegentlich auch „Dragon's Dream" genannt

Chip(pie) 1. gelegentlicher Drogen-Konsument 2. Drogenkleinhändler

Chirinda (ind.) Bezeichnung für Kath

Chloralhydrat (Trichloracetaldehydhydrat) ist seit über 100 Jahren als Schlafmittel in Gebrauch; der synergistische Effekt bei der Kombination mit Alkohol ähnelt dem Rausch der Barbiturate; 0,5 bis 1 Gramm wirken stark berauschend, bei etwa 10 Gramm wird die Dosis tödlich; C. verursacht recht bald psychische und physische Abhängigkeit und gehört in der Drogenszene zu den in ihrer Toxizität am meisten unterschätzten Arzneimitteln

Chloroform (Trichlormethan), ein Halogenkohlenwasserstoff; früher als Narkosemittel verwendet, das seiner Toxizität wegen nicht mehr benutzt wird; in der Drogenszene beliebt als Schnüffelmittel —> Delirianten

Chlorpromazin dieser Wirkstoff gehört zu den wichtigsten und potentesten Beruhigungsmitteln auf dem Weltmarkt und wird eingesetzt zur Behandlung schwerer Psychosen; User benutzen C, um die Wirkung von LSD, STP und atropinhaltigen Halluzinogenen zu verstärken; C. scheint weder psychische noch physische Abhängigkeit zu verursachen

Ciba Deckname für berauschende Arzneimittel (wie z.B. Neuroleptika und Psychopharmaka)

clean  1. nicht (mehr) süchtig 2. nüchtern, nicht unter Drogeneinfluß 3. saubere, unverschnittene Droge

Cliradon starkes Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ce-tobemidon (synthetisches Morphin); in der Drogenszene beliebt zum Mildern von Abstinenzerscheinungen von Opiaten

Coca Kokablätter stammen von dem kleinen, in der Andenkette Südamerikas angebauten Strauch Erythro-xylon coca, eine buschartige Pflanze, die auch auf Java, Sumatra und Madura wächst und aus deren Blättern das Alkaloid Kokain gewonnen wird; wird die Droge zusammen mit Kalk oder alkalischer Pflanzenasche gekaut, so wird das Alkaloid (in geringen Mengen) direkt freigesetzt; C. ist bei den Indios seit Jahrhunderten Stimulans und Kraftspender bei schweren körperlichen Arbeiten, versorgt sie aber gleichzeitig mit fast allen lebenswichtigen Vitaminen; das Kauen von Kokablättern ist ungleich weniger schädlich als die Einnahme von Kokain; C. bedingt bei langfristigem Gebrauch psychische Abhängigkeit

Cocktail Mixtur aus Kokain und Heroin (—> C&H und Speedball)

Codein (gr.: kodeia = Mohnkapsel) C. (Morphin-3-methylether) ist ein Alkaloid der Mohnpflanze (Papaver somniferum) und kann durch Methylierung von Morphin gewonnen werden; es wird in der Medizin als schmerz- und hustenstillendes Mittel benutzt; C. wirkt bei Dosierungen ab 150 Milligramm ähnlich beruhigend wie ein Zehntel derselben Menge an Heroin, jedoch nicht berauschend; C. führt zwar selbst zu psychischer und physischer Abhängigkeit, unterdrückt aber die Entzugserscheinungen von Heroin und Morphin, weshalb es in der Junkie-Szene auch als Ersatzdroge überaus begehrt ist: Hustensäfte und codeinhaltige Tabletten werden in größeren Mengen oral eingenommen oder aber in kleinen Mengen ausgekocht, um den dabei entstehenden C-Sud intravenös zu injizieren; wird das Codein abgesetzt, setzen die Entzugserscheinungen der Heroinsucht unvermindert wieder ein

Coffein ist ein zentralnervös stimulierendes Alkaloid, das in der Kaffeebohne, in Teeblättern und in der Cola-Nuß enthalten ist; C. wirkt spürbar leistungssteigernd und leicht euphorisierend; in hohen Dosierungen belastet es Herz und Kreislauf und verursacht eine langwährende Stimulierung der Magenenzymatik; C. kann zu leichter psychischer und physischer Abhängigkeit führen

Cohoba bufoteninhaltige Droge; wird aus der Mimose „Piptadenia peregrina" gewonnen; C. ist angst- und schmerzlindernd und in höheren Dosen halluzinogen

Coke amerik. f. —> Kokain

Coke-head Jargon für Kokainabhängige

coky unter Kokaineinfluß stehend

cold nüchtern, nicht unter Drogeneinfluß stehend

Cold Shooter Spitzel, V-Mann, Polizei-Informant

Cold Shot schmutziger Trick, Intrige bei einem Drogengeschäft

Cold Turkey „kalter/trockener" Entzug, Entzug ohne flankierende Medikation (=> Entzug)

come down, to 1. nüchtern werden 2. den Drogenkonsum einstellen

Compazin (Prochlorperazin) gehört zu den wichtigsten Tranquilizern des Weltmarktes und findet medizinische Anwendung in Dosen zwischen 40 und 100 Milligramm; C. ist unter Usern recht beliebt, weil es die Wirkung fast aller anderen Drogen erheblich verstärkt, wobei übersehen wird, wieviele Todesfälle eben auf die synergistische Wirkung von C. in Kombination mit einer oder mehreren anderen Drogen zurückzuführen sind (—> Chlorpromazin und Thorazin)

Connection „Quelle"; Person, die Drogen verkauft; Person oder Gruppe, von der große Drogenmengen bezogen werden können

Cooker Löffel oder anderer erhitzbarer Behälter, in dem Heroin mit Wasser gemischt und erhitzt wird, um injiziert werden zu können

cook up, to Abkochen und Sterilisieren einer Injektionsspritze

cool vertrauenswürdig in Drogenkreisen

Cop (amerikan. Slang) „Bulle", Polizist, Rauschgift-Dezernent

cop out, to Ablegen eines Geständnisses bei der Polizei mit dem Ziel, Strafmilderung zu bewirken

Coquero Kokainkonsument mit Neigung zum Exzess Cotics Abk. f. „narcotics"/Narkotika

Crack auch „Rocks" oder „Roxanne" genannt; durch Aufbacken (to freebase) rauchbar gemachtes Kokain, deshalb auch „freebased cocaine" genannt; sehr viel potenter als Kokain; der Rausch von C. dauert nur vier bis fünf Minuten, während derer sich der User ungeheuer klarsichtig und omnipotent wähnt; es folgen ein bis zwei Minuten starker Depressionen, in welchen die Versuchung, die nächste Crack-Portion einzunehmen, sehr groß ist; C. ist sehr schädlich für Herz und Lungen, da die Verschnittstoffe, die dem Kokain beigegeben sind, beim Aufbacken im selben Maß potenziert werden wie das Kokain selbst; C. gilt als stark suchterzeugend, während es keine physische, aber um so größere psychische Abhängigkeit verursacht

Crank Jargon für Amphetamin

Crankster(s) Jargon für Amphetamin-konsumierende Gruppen in der amerikanischen Biker-Szene

Croaker (wörtlich: „Miesmacher") abschätzige Bezeichnung für Ärzte, Psychologen, Therapeuten etc.

Crystal Homosexuellen-Jargon für Amphetamin

Crystal Ship Jargon für Amphetamin-Rausch (wahrscheinlich in Anlehnung an den gleichnamigen Song von „The Doors")

Cube (wörtlich: „Würfel") Jargon für auf Würfelzucker geträufeltes LSD

Cut  Verschnitt harter Drogen (Heroin wird meist mit der fünf- bis zwanzigfachen Menge an Milchpulver, Kokain oft mit Ephedrin verschnitten)

CZ 74   vollsynthetisches Halluzinogen, dessen Wirkung der des LSD und des Meskalin ähnelt

 

D-

 

D  Abkürzung für LSD

DA ursprünglich die Abkürzung für „drug addiction", hat sich DA mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum als Abkürzung für Drogenabhängigkeit durchgesetzt

Dagga (afr.) Bezeichnung für Cannabis und Cannabis-Derivate

Dapotum eingetragenes Warenzeichen für ein narko-leptisches Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fluphenazin-dihydrochlorid; ein Phenothiazin-Derivat zur Behandlung von Psychosen; D. wird in der Drogenszene mit Alkohol kombiniert als Ersatznarkotikum benutzt

Daprisal (Amobarbital/Dextroamphetamin) eine Amphetamin-Barbiturat-Kombination, die in der Medizin als Analgetikum gereicht wird; D. wird von Leistungssportlern oftmals zum Doping mißbraucht, zum anderen von Usern oft in hohen Dosen eingenommen, um einen milden euphorischen Rausch zu erzielen; D. verursacht psychische und physische Abhängigkeit; es ist hirn- und lebertoxisch

Datura  Datura stramonium, der Stechapfel, eine Pflanze aus der Familie der Solanaceae; reich an den toxischen Alkaloiden Atropin, Hyoscyamin und Stramonium; wird schon seit Jahrhunderten - spätestens seit dem frühen Mittelalter - als Rauschdroge benutzt: der Stechapfel kann einfach gegessen oder ausgekocht und der Sud getrunken oder in die Schleimhäute eingerieben werden, die Samen können geraucht oder gemahlen und geschnupft werden; im Rausch kommt es zu völliger Desorientierung, starken Halluzinationen und bizarren Gedankenverknotungen, begleitet von gelegentlichen Muskelkrämpfen und Störungen der Bewegungskoordination; zwei bis drei Tage braucht der Körper, um sich zu erholen; während dieser Zeit leidet der User an Konzentrationsschwäche, Gedächtnislük-ken, teilweise Blindheit, Stottern und anderen Sprachstörungen sowie Paranoia; Fälle von psychischer Abhängigkeit soll es vor allem im Mittelalter häufig gegeben haben; über längere Zeit genommen ist D. hochgradig hirn- und lebertoxisch

Dawamesk (ind.-arab.) kleiner Kuchen, bestehend aus Zucker, Zimt, Orangensaft, Kardamom, Pistazien, Pinienkernen, verriebener Muskatnuß und Marihuana; die beiden letztgenannten Ingredienzien erzeugen, in ihrer synergistischen Wirkung noch vom Zucker unterstützt, Euphorie und leichte Halluzinationen; bekannt im indischen Subkontinent und in Nord- und Zentralafrika

Daytop eine amerikanische Institution, die therapiewilligen Abhängigen Hilfestellungen leistet, zu den beliebtesten und erfolgreichsten Einrichtungen ihrer Art zählt und mittlerweile nicht nur in den USA zu einer starken Kette ausgewachsen, sondern auch in einigen anderen Ländern vertreten ist

dealen mit Drogen handeln 

Dealer Drogenhändler

Deep Purple  purpurfarbene LSD-Pille

Delirianten schnell verdunstende Substanzen, die ihrer berauschenden Wirkungen wegen inhaliert werden; unterschieden werden die Anaesthetika (z.B. Chloroform und Aether) von den- Petroleum-Derivaten (Benzin, Kerosin und Gasolin); die Wirkung dauert weniger als zehn Minuten, wenn verträgliche Mengen inhaliert werden, und besteht aus einer Mischung von Euphorie und als angenehm empfundener Mattigkeit; direktes Sniffen von D. führt zu starken Halluzinationen; Fälle psychischer Abhängigkeit sind bekannt, letale Fälle nicht selten; hirn- und lebertoxisch

Delirium eingeengtes, getrübtes Bewußtsein, gekennzeichnet von Angst, Gedächtnislücken, Orientierungslosigkeit, Tremor und gelegentlichen Halluzinationen und Fieberanfällen; D. kann aufgrund exzessiven Alkohol- und/oder Drogenkonsums entstehen

Demenz Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten, vor allem des Gedächtnisses (z.B. durch Drogenkonsum); zurückzuführen auf eine organische Hirnveränderung, Hirnschädigung; D. geht mit allgemeinem Persönlichkeitsverlust einher

Demerol (Meperidinhydrochlorid) gehört zu den synthetischen Opiaten, die in der Medizin Verwendung finden, und wird in Dosen von 50 bis höchstens 400 Milligramm eingesetzt; D. ist selbst physisch wie psychisch suchterzeugend, vermag aber die Entzugserscheinungen von Opiaten zu mildern, weshalb es in der Junkie-Szene der USA als Ersatzdroge sehr begehrt ist

Demetrin eingetragenes Warenzeichen für einen Tranquilizer mit dem Wirkstoff Prazepam, ein Benzodiazepin-Derivat; medizinisch als „Spannungslöser" verabreicht, wird D. in der Drogenszene in Kombination mit Alkohol als Ersatznarkotikum genommen

Depersonalisation schrittweise Auflösung der Persönlichkeitsstruktur; Persönlichkeitsverlust, oft genug Resultat längeren Halluzinogenkonsums

Depotbildung Eigenschaft verschiedener Drogen, die sich nicht auf Anhieb abbauen lassen, sondern sich im Körper aufspeichern, so daß es zu gelegentlichen unkontrollierbaren Rauschzuständen ohne Drogeneinnahme kommen kann —> Flash back

Deprivation auch „Äffchen" genannt; eigentlich in der Sozialpsychologie genutzt als Ausdruck, der Entbehrung oder Mangel umschreiben soll, ist mit D. in der Sprache der User ein kurzzeitiger Engpaß in der Versorgung mit dem entsprechenden Suchtmittel und dadurch bedingte kurzzeitige Abstinenzerscheinungen (—> Affe/Entzug) gemeint

Desbutal (Methamphetaminhydrochlorid/Pentobar-bital) eine Amphetamin-Barbiturat-Kombination, medizinisch meist als Appetitzügler verabreicht; in höheren als ärztlich verordneten Dosen (ab 80 Milligramm) euphorisierend und sedativ und deshalb begehrt in der User-Szene; während die Amphetamine psychische Abhängigkeit erzeugen, verursachen die Barbiturate physische Abhängigkeit, weshalb auch der Entzug von D. wesentlich komplizierter und langwieriger ist, als den meisten Usern bewußt

Designer-Drogen vollsynthetische, auf rein chemikalischer Basis hergestellte Drogen; die bekanntesten Designer-Drogen sind —> Amphetamin, Crack, Fentanyl, Ice, MPTP und XTC

Designer-Opiate —> Fentanyl und MPPP

Desoxyn (Methamphetaminhydrochlorid) eine dem —> Amphetamin verwandte Substanz mit zentralnervöser Wirkung; verursacht recht bald psychische Abhängigkeit

DET (N,N-Diäthyltryptamin) dem DMT (Dimethyl-tryptamin) nah verwandt, ist DET jene halluzinogene Substanz, die der Körper produziert, wenn Psilocybin eingenommen wird; synthetisches DET verursacht in hohen Dosierungen starke Halluzinationen, die zwei bis drei Stunden anhalten; synthetisches DET wird hinsichtlich der Gefahren in der Drogenszene unterschätzt: zwar ist es tatsächlich weder psychisch noch physisch suchterzeugend, doch führt die häufige Einnahme zu Psychosenbildungen, chronischer Depressivität und blindwütigen Aggressionsausbrüchen

Dexamyl (d-Amphetaminsulfat und Amobarbital) eine Amphetamin-Barbiturat-Kombination, in der Medizin meist als Appetitzügler verabreicht; Wirkung, Gefahren und Entzug ähnlich wie beim Mißbrauch von —> Desbutal

Dexedrin (d-Amphetaminsulfat) zentralnervöses Stimulans, etwa doppelt so potent wie die gleiche Menge Amphetamin; wird in der Drogenszene der USA gern als Speed-Ersatz genommen, beliebt ist es aber speziell bei Fixern, da Amphetamine die Entzugserscheinungen von Opiaten erheblich mildern

Dexie(s) 1. Abk. f. Dexamyl 2. Abk. f. Dexedrin 3. Abk. f. Dextromoramid

Dextromoramid ein dem Methadon verwandtes Mor-phinderviat, das in der Medizin zur Behandlung von Schmerzen und Suchtkrankheiten eingesetzt wird; in der Drogenszene wird D., ähnlich wie Methadon, sowohl als Ersatz für Heroin benutzt, um die Entzugserscheinungen zu mildern, als auch zusätzlich zum Heroin konsumiert, um die Wirkung des meist stark verschnittenen Heroins zu verstärken; D. ist psychisch wie physisch ähnlich suchterzeugend wie Morphin

Dicodid eingetragenes Warenzeichen eines Hustenmittels mit dem Wirkstoff Hydrocodonhydrogentartrat, ein Derviat des Morphins; D. wird in der Junkie-Szene als Ersatz-Heroin sehr geschätzt, da es Entzugserscheinungen von Opiaten aufzuheben vermag

diggen, etwas (eingedeutschte Form von „to dig" = begreifen, erfassen) 1. Sachverhalte, Zusammenhänge durchblicken 2. Drogenkonsument und für die Legalisierung von Drogen sein

Dihydro-Codein ein halbsynthetisches Morphin-Derivat, etwa zweimal so potent wie Codein und ein Sechstel so stark wie Morphin; in der Medizin als Antitussivum eingesetzt, gilt D. in der Junkie-Szene als Heroin-Ersatz, wird oft aber auch zusätzlich zum Heroin genommen; D. ist suchterzeugend, die Entzugserscheinungen gleichen denen des Heroin-Entzugs

Dihydro-Codein-Hydrogentartrat morphinhaltige Substanz auf Basis von Codein; Bestandteil vieler hustenstillender Mittel

Dilaudid eingetragenes Warenzeichen für ein Betäubungsmittel mit dem Wirkstoff Hydromophorn-HCl zur Behandlung schwerer und schwerster Schmerzen; etwa doppelt so stark wie Morphin, gilt in der Junkie-Szene als Heroin-Ersatz, wird aber oft auch zusätzlich zum Heroin genommen; D. ist physisch stärker suchterzeugend als Morphin

Dill das Gartenkraut wird zu den sogenannten „legal highs" gezählt; wenn getrocknet und geraucht, verursacht Dill leichte Euphorie

Dimethoxymethylamphetamin  => DOM 

Dipidolor eingetragenes Warenzeichen eines Betäubungsmittels mit dem Wirkstoff Piritramidhydrogentartrat zur Behandlung schwerer und schwerster Schmerzzustände, in der Junkie-Szene beliebt als Ersatz-Heroin

dirty  1. aktenkundig bei der Polizei  2. süchtig, drogenabhängig (—> clean)

Distraneurin eingetragenes Warenzeichen eines Arzneimittels mit dem Wirkstoff Clomethaziol zur Behandlung von Schlafstörungen und Entzugserscheinungen (vor allem nach chronischem Alkoholabusus); die Behandlung mit D. muß allerdings genau überwacht werden, da eine sekundäre Abhängigkeitsentwicklung nicht auszuschließen ist

Ditron (Piperidilbenzilat) eine psychomimetische Droge, die geistige Desorientierung und sogenannte Gedankenhalluzinationen wie auch völligen Realitätsverlust, einhergehend mit zeitweiser Bewegungsunfähigkeit verursacht

Dixies 1. Abk. f. Dexedrin 2. Slang für Speed im allgemeinen

Djamba (brasil.) Cannabis, Marihuana

Djoma   zentralafrikanischer Ausdruck für Cannabis und Cannabisderivate  

DMT (N,N-Dimethyltryptamin) bisweilen den „legal highs" zugerechnet; DMT kann im Labor hergestellt werden und wirkt halluzinogen; die Rauschwirkung setzt nach etwa drei Minuten ein und dauert dreißig bis vierzig Minuten an; da DMT und auch die verwandten Varianten DPT und DET sehr leicht zu gewinnen sind (z.B. indem man Petersilie trocknet und raucht), ist davon auszugehen, daß DMT zu den am häufigsten konsumierten Halluzinogenen überhaupt gehört

Dolantin eingetragenes Warenzeichen eines Betäubungsmittels mit dem Wirkstoff Pethidin-hydrochlorid, ein Morphin-Derivat zur Behandlung starker und stärkster Schmerzen; D. ist in der Junkie-Szene beliebt als Ersatznarkotikum

Dolophin (benannt nach den Vornamen Hitlers/eigentlich: Methadon hydrochlorid) ursprüngliche Bezeichnung für das mittlerweile sehr umstrittene Methadon-HCl; ein synthetisches Opiat von einer analgesischen Potenz größer als die des Morphins; wird in vielen Ländern bei Opiatentzug verabreicht und hat sich als einer der wichtigsten Unterstützer beim Entzug erwiesen; in der Junkie-Szene ist D. bzw. M. ein überaus beliebter Ersatz für Heroin, da es die Abstinenzerscheinungen mildert wie ansonsten nur Morphin und seine Derivate; D./M., selbst physische Abhängigkeit verursachend, wird oft mißbraucht, indem es mit Opiaten zusammen eingenommen wird, was zwar den Rausch verstärkt, aber zugleich einer rapiden Dosissteigerung bzw. Höherdosierung der benötigten Mindestmenge gleichkommt

Dolviran eingetragenes Warenzeichen für ein Arzneimittel mit den Wirkstoffen Acteylsalicylsäure, Coffein und Codein; in der Drogenszene wird D. in Kombination mit Alkohol und/oder zur Intensivierung des Heroin-Rausches genommen

DOM  (Dimethoxy-metylamphetamin) ein den Mega-halluzinogenen zugerechnetes, synthetisches Rauschmittel mit einer chemischen Struktur, die etwa zwischen der des Amphetamins und des Meskalins liegt; schon etwa 100 Milligramm DOM verursachen einen hektisch-halluzinogenen Rausch, der bis zu 75 Stunden anhält; der DOM-Rausch kann in verheerende Horror-Trips münden, wobei Mittel, die sonst als Antidote gegen Halluzinogene wirksam sind, hier nur den Rausch verstärken und zusätzlich noch Atemlähmung und Krämpfe verursachen; DOM wird auch —> STP genannt

Doobie  (amerik.) Joint, Haschisch- bzw. Marihuanazigarette

Dope in Europa Kosename für Drogen aller Art, meint der Begriff in den USA fast ausschließlich Narkotika oder aber Aufputschmittel

Doper   1. Drogenkonsument 2. Drogenhändler  

Doping zeitlich begrenzte psychische und/oder physische Steigerung des Leistungs- und Konzentrationsvermögens aufgrund der Einnahme entsprechender Mittel

Doriden (Gluthetimid) ein Tranquilizer, sedativ bis hypnotisch wie ein mittellang wirksames Barbiturat, ohne eines zu sein; in hohen Dosierungen (ab 2000 Milligramm) wirkt D. heroinähnlich und stark berauschend, aber auch stark suchterzeugend, wobei die Abhängigkeit fast identisch ist mit der von Barbituraten; häufig zusammen mit Heroin eingenommen, um den Rausch noch zu verstärken, wirkt D. in dieser Kombination sehr oft tödlich: manch eine sogenannte „Überdosis" geht auf diese synergistische Wirkung zurück

Dosis verabreichte Menge eines Arzneimittels; man unterscheidet ED = Einzeldosis, MTD = Maximal zulässige Tagesdosis, MED = Maximal zugelassene Einzeldosis und LD = Letaldosis (diejenige Dosis, bei der innerhalb eines bestimmten Zeitraumes der Tod eintritt); die Wirkdosis (WD) hängt ab von der Konzentration des Pharmakons am Wirkort, d.h. von der verabreichten Dosis bezogen auf das Körpergewicht und von der individuell unterschiedlichen Empfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff; das verabreichte Arzneimittel wird meist in der Leber abgebaut und mit dem Harn, teilweise aber auch über Schweiß und Atmung, ausgeschieden

Double Trouble meint berauschende Kombinationen aus Amphetaminen und Barbituraten; der Begriff DT (= Doppel-Problem) ist wahrscheinlich entstanden aufgrund der Tatsache, daß Amphetamine psychische und Barbiturate physische Abhängigkeit bewirken, so daß die Suchtbildung um so komplizierter ist

down   1. gedrückt, übellaunig, in schlechter Stimmung   2. drogenverkatert

down, to go   nüchtern werden, zurückkehren in normale Bewußtseinslagen

Downer Tranquilizer und andere sedative Drogen, wenn sie zu dem Zweck eingenommen werden, die Wirkung einer stimulanten Droge zu mildern oder aufzuheben; in der (harten) User-Szene wird oft Heroin als Downer benutzt, um die aufputschende Wirkung des Kokains zu überlagern und das Einschlafen zu ermöglichen

Drachen jagen der Ausdruck „to chase the dragon" kommt aus Hongkong und bezeichnet eine besondere Art, weniger sauberes Heroin (gelbes/rotes/braunes bzw. Heroin Nummer drei) zu rauchen: der Stoff wird in eine Art Tasche aus Aluminiumfolie gegeben und von unten mit einer Flamme erhitzt; der Rauch, der dann aufsteigt, wird tief inhaliert und lang in der Lunge behalten

drauf sein 1. unter Drogeneinfluß stehen 2. abhängig sein von einer oder mehreren Drogen

Drob(s) Abk. f. Drogenberatungsstelle(n)

Drogenautomatismus bezeichnet einen Zustand, den User harter Drogen, vor allem Barbiturat-Konsumenten, oft erreichen: Drogen werden eingenommen, ohne daß man sich dessen bewußt ist, ohne daß man die zugeführte Menge bedenkt und ohne daß man berücksichtigt, welche anderen Drogen in den letzten Stunden eingenommen wurden

Drogenmißbrauch die medizinisch nicht notwendige Einnahme von Arzneimitteln (so Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln) zur Befreiung von körperlich oder seelisch bedingten Unlustgefühlen, die zur Gewohnheit werden und gesundheitliche oder soziale Probleme herbeiführen kann (=> „Gebrauch" und die folgenden vier Definitionen)

Drogennotfälle durch Drogenkonsum verursachte Situationen, die ärztliches Handeln notwendig machen; Überdosierungen/Vergiftungen und psychotische Folgeerscheinungen

Drogentod Tod infolge Drogenkonsums (fast immer: Heroin); beabsichtigt (=> "den Skorpion machen") oder aber aufgrund falscher Dosierung bzw. Unterschätzung der Güteklasse => "den Lemming machen"

Drogie(s) Drogenkonsument(en)

Dromoran starkes schmerzstillendes Mittel auf der Basis des Wirkstoffs Levorphanol, ein Morphin-Derivat; in der Junkie-Szene sehr begehrt als Ersatz-Heroin; physisch und psychisch suchterzeugend

Drop out  1. Aussteiger 2. ein von exzessivem Drogenkonsum abgewrackter, ausgebrannter Konsument

droppen (eingedeutschte Form von „to drop"), das Einnehmen einer Droge; „einwerfen", „einfahren", „reinziehen"

drücken  Jargon für Drogen intravenös injizieren 

Druggie(s) Drogenkonsument(en)

dry out, to (wörtlich: „austrocknen") langsamer und milder Entzug, Verringerung der Dosis nach und nach (eine euro-amerikanische Adaption der alten chinesischen Majoon-Methode); als Entzugsmethode das Gegenteil von —> Cold Turkey

Dummy Bags/Packs, die statt mit Heroin mit einem beliebigen weißen Pulver (Milchpulver/Reinigungsmittel/Salz) gefüllt sind; die Konsumenten stellen in aller Regel erst fest, daß sie einem Dummy aufgesessen sind, wenn sie den Stoff injiziert haben und kein Ergebnis erzielen; das übliche Straßenheroin wird mit so vielen unterschiedlichen Verschnittstoffen verlängert, daß die User sich nicht an einem einheitlichen Aussehen orientieren können

durchziehen der deutsche Slang meint das Rauchen/Inhalieren von Drogen (z.B. „eine Pfeife durchziehen")

Dust Abk. für ->  Angel Dust bzw. PCP

Dynamit  1. Droge von ausgezeichneter Qualität 2. Kombination aus Heroin und Kokain (—>C&H/ Speedball)

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