Aldo Leopold 

"Pionier des ökologischen Denkens"

  A Sand County Almanac  

Am Anfang war die Erde 

Plädoyer zur Umwelt-Ethik

Mit einer Einführung von Horst Stern

    "Einer der Preise, den man für ökologische Bildung zahlt,

ist es, allein zu sein in einer Welt voller Wunden."

(im Buch)

A Sand County Almanac

1949  

DNB.Buch  190 Seiten

wikipedia.Autor *1887 in Iowa bis 1948 (61)

en.wikipedia.Buch   

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"A Sand County Almanac: And Sketches Here and There"
ist ein Sachbuch des amerikanischen Ökologen, Försters und Umweltschützers Aldo Leopold aus dem Jahr 1949.

Die Aufsatzsammlung beschreibt das Land rund um das Haus des Autors in Sauk County, Wisconsin, und vertritt Leopolds Idee einer "Landethik", also einer verantwortungsvollen Beziehung zwischen den Menschen und dem Land, das sie bewohnen.

Herausgegeben und veröffentlicht von seinem Sohn Luna, ein Jahr nach Leopolds Tod, gilt das Buch als ein Meilenstein in der amerikanischen Naturschutzbewegung.

Das Buch wurde in über zwei Millionen Exemplaren gedruckt und in mindestens vierzehn Sprachen übersetzt.

Es hat die Umweltbewegung informiert und verändert und ein weit verbreitetes Interesse an der Ökologie als Wissenschaft geweckt.

 

 

1992, gekürzt

 

 

1946, Aldo (links, aber roochen; gegen den Frust :-) mit Murie (rechts)

 

Mit Thoreau seiner Hütte?:

 

 

aus wikipedia 2015 Autor

Aldo Leopold begann 1905 an der kurz zuvor gegründeten Forstfakultät der Yale Universität zu studieren.

Hier kamen ihm seine deutschen Vorfahren zugute, denn für das Forststudium waren Deutschkenntnisse obligatorisch. Dies wurde damit begründet, dass hier das deutsche (mitteleuropäische) Nachhaltigkeitskonzept der Forstwirtschaft gelehrt wurde. Als er das Studium abschloss, gehörte er zur ersten Generation amerikanischer Förster.

Sein erstes großes Betätigungsfeld war der Aufbau einer Forstverwaltung für das Gebiet zwischen Rio Grande, Colorado River und mexikanischer Grenze, eine wilde Landschaft mit Waldgebieten, die zu dieser Zeit erstmals vermessen und kartiert wurden.

Hier traf er seine künftige Frau, die junge Lehrerin Estella Bergere, die er, obwohl Lutheraner, in der katholischen Kathedrale von Santa Fe heiratete.

1915 erhielt er aus Washington den Auftrag, die Gründe für den Rückgang der Wildtierbestände in seinem Gebiet zu erforschen. Damit wandte sich seine Aufmerksamkeit der Wildbiologie zu. So untersuchte er die Zusammenhänge von Überweidung, Bodenerosion, Störungen des Wasserhaushalts und dem Verhalten der Fauna, woraus er ein Konzept ableitete, das vorsah, ein Netz von Wildtierreservaten zu errichten, und den ganzen Grand Canyon über die bestehenden kleinräumigen National Monuments hinaus unter Landschaftsschutz zu stellen.

Beide Konzepte wurden umgesetzt: Die National Wildlife Refuges und der Grand-Canyon-Nationalpark.

Danach setzte er sich mit dem Aspekt der Biologie auseinander, die das Leben von Tieren und Pflanzen im Zusammenhang mit ihrem Habitat untersucht, der Ökologie.

Zunächst vertrat er eine strikt utilitaristische Position und forderte die Ausrottung von Wolf und Puma, um die von ihm als wünschenswert angesehene Population von Rehen zu fördern. Die Zahl der Rehe pro Flächeneinheit wurde ihm zum Maß der natürlichen Integrität eines Gebietes. In den folgenden Jahren relativierte er diese Position: 1933 lehnte er die Ausrottung von Prädatoren ab, weil er die Bedeutung von Verfolgungsdruck auf die Beutepopulation erkannt hatte. In den 1940er Jahren maß er die ökologische Qualität eines Gebietes an der Wolfspopulation.[1] 

Als Auslöser für den Wandel in seinen Ansichten wird insbesondere ein 1922 auf Englisch erschienenes Buch des russischen Schriftstellers und Esoterikers P. D. Ouspensky (1878-1947) angeführt, der eine frühe Version der „Gaia-Hypothese“ vertrat: „Die Erde ist ein koordiniertes Ganzes, ein sich selbst regulierender Organismus, ein Lebewesen“.

Bereits 1923 formulierte er aufgrund seiner Erfahrungen eine Ethik der Nachhaltigkeit.

Er begann mit diesem Wissen an einem Forschungsinstitut der Universität von Wisconsin in Madison im Mittleren Westen zu arbeiten. Hier entwickelte er sich zu einem anerkannten Wildtierbiologen. Durch die Freundschaft mit dem britischen Naturforscher Charles Elton ergaben sich Synergien, die den Begriff der Ökosysteme tiefgreifend prägten.

In den Great Plains trat in den 1930er Jahren die größte Dürre in der bekannten Klimageschichte der USA auf. 

Als Gegenmaßnahmen wurden Aufforstungen im großen Stil vorgenommen, aber ein Wandel der Denkmuster (Paradigmen), die in die Krise geführt haben, vollzog sich nicht. 

Im Sommer 1935 brach Leopold zu einer Studienreise nach Deutschland auf, um dort Anregungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft in Amerika zu sammeln. In der Forstfakultät der Technischen Hochschule Dresden wurde die Delegation empfangen. Aldo Leopold erkannte im Land seiner Vorfahren die Anstrengungen für den Naturschutz mit dem Dauerwald, doch die rigide aufgeteilten und geometrisch angelegten Schläge (Flächenfachwerk) zeigten eine Nutzung der Wälder als „Holzfabriken“. Es war auch ein Besuch auf Gut Neschwitz in der Oberlausitz angesetzt. Der Gutsherr Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch (1895-1962), ein Vertreter der Dauerwaldidee, betrieb seine Forstwirtschaft mit Einzelstammentnahme und Naturverjüngung. Aldo Leopold war begeistert.

Nach der Rückkehr in die USA probierte er seine gesammelten Ideen aus. Eine verlassene Farm am Wisconsin River, deren Boden nichts mehr hergab, wurde sein Versuchsgelände. Er begann erfolgreich mit der Renaturierung des gesamten Geländes. Heute sind dort vielfältige Waldbilder zu sehen. Diese Naturbeobachtungen bei der Arbeit schrieb Leopold nieder und ergänzte sie mit seinen umfassenden Erfahrungen. Aus dieser Niederschrift entstand der Sand County Almanac, der ein Jahr nach dem Tod des Autors 1949 erschien (deutsch, gekürzt 1992: Am Anfang war die Erde).

 

Wirkung

„Our job is to harmonize the increasing kit of scientific tools and the increasing recklessness in using them with the shrinking biotas to which they are applied. In the nature of things we are mediators and moderators, and unless we can help rewrite the objectives of science we are predestined to failure“   – Aldo Leopold

„Unsere Aufgabe ist es, den immer größer werdenden Baukasten wissenschaftlicher Instrumente und die immer größer werdedende Rücksichtslosigkeit seiner Anwendung mit der schrumpfenden biologischen Vielfalt zu harmonisieren. In der Natur der Dinge liegt es, dass wir Mediatoren und Moderatoren sind; solange wir nicht die Ziele der Wissenschaft umschreiben können, sind wir zum Scheitern verurteilt“  – Aldo Leopold

Heute wird Aldo Leopold weltweit als Pionier des ökologischen Denkens anerkannt. 
Aufgrund seines vielfältigen Wirkens im Bereich der Biologie, Wildbiologe und Ökologie gilt er als Begründer des Wildtiermanagements.

Mit dem Aufsatz <Land-Ethik>, der den Abschluss des <Sand County Almanac> bildet, wurde Leopold auch zum Gründer der Umweltethik. Er entwickelte die Ethik als begründet in den Beziehungen zwischen Einzelpersonen und später erweitert auf die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft. „Die Land-Ethik erweitert lediglich die Grenzen des Gemeinwesens und schließt Böden. Gewässer, Pflanzen und Tiere, also - zusammengefasst - das Land, ein.“ 

Sein ethischer Grundsatz im Umgang mit dem Land besagt: „Eine Handlung ist richtig, wenn sie dazu beiträgt, die Integrität, Stabilität und Schönheit der Natur zu erhalten. Sie ist falsch, wenn sie das Gegenteil bewirkt.“

Sein Einsatz für die Erhaltung von Wildnis als von Menschen weitestgehend unbeeinflusstem Naturraum führte 1924 zur Ausweisung des ersten Widnisschutzgebietes in den Vereinigten Staaten, der Gila Wilderness in New Mexico. Seine Schriften waren einflussreich bei der Einführung des Wilderness Acts von 1964, der ein System vom vollständig geschützten Wilderness Areas schuf.

   

"When we see land as a community to wich we belong,
we may begin to use it with love and respect."
  

 

 

 

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