Tomasz Konicz

 

aus wikipedia-2020:

Tomasz Konicz ist ein Autor und Journalist polnischer Herkunft. Er studierte Geschichte und Philo­sophie in Hannover sowie Wirtschafts­geschichte in Posen. Als Journalist schreibt er regelmäßig u. a. für Telepolis, neues deutschland und konkret. Außerdem ist/war er Autor für die Magazine Exit, Streifzüge, und das Quartalsmagazin Hintergrund. Thematisch setzt er sich vor allem mit den Themen Wirtschafts­politik, Krise und Verschwörungs­denken auseinander. Konicz bezieht sich in seinen Texten auf die Wertkritik, wie sie maßgeblich von Robert Kurz ausgearbeitet wurde, sowie auf die Welt­systemtheorie Immanuel Wallersteins.

 

wikipedia  I. Wallerstein *1930 in NYC bis 2019

wikipedia  Weltsystem-Theorie

Wikipedia Autor
*1973 in Nordpolen/Masuren

DNB Autor   Bing.Autor

HEISE.Autor (460+)

Konicz.info  HOME

 

detopia:

Umweltbuch 

K.htm   Klimabuch

Fabi Scheidler 

Robi Kurz

 

detopia-2020:

konicz und detopia sind ja links, zumindestens gemeinsam gegen die alleinherrschaft des kapitals bzw. der megamaschine bzw der 'milliardäre aller währungen'. ich kann konicz bei detopia aber nicht angemessen würdigen und einpflegen, weil er die altlinke unart pflegt, ständig neuen text rauszuhauen: "don't read: to long" heißt es heutzutage in den sozialen plapperbuden. aber: konicz ist mir dreimal lieber als sein (schreib-)kumpel nowak (peter). letzterer mag zwar auch ein guter mensch sein; aber er ist zu faul, mal eine zeile neu zu lesen und zitiert nur das, was er mal vor 20 jahren aus der bildzeitung von jutta ditfurth ausgeschnitten hat. - das foto oben soll den "kapitalismus der zukunft" - in den düsteren farben von Elon Musk - versinnbildlichen und ist im Juli (2020) hier bei zwickau passiert. - Wie gesagt: Konicz betreue ich sporadisch und bevorzuge seine kürzeren und älteren Artikel bei telepolis und einige seiner "Großessays" gegen "DAS Kapital". Ich habe mich letztes jahr ein bisl mit ihm geschrieben und darf bisl hier nachdrucken.

;-)

2020 auf 360 Seiten

Konicz, Thomas (2020) Klimakiller Kapital

 

 

 

 

Einige Koniczsche Schriften:

 

 



Inhalt 2020

1. Einleitung

2. Wirtschafts- und Klimakrise – Zwei Momente spätkapitalistischer Widerspruchsentfaltung
2.1 Theoretische Lockerungsübung: Marxsche Theorie gegen postmoderne Beliebigkeit und marxistische Ideologie 21
2.2 Systemkrise: Rückblick und Ausblick 29
2.3 Fetischismus: Die Selbstbewegung des Kapitals 38
2.4 Die Weltvernichtungsmaschine: ökologische Grenzen des Kapitals 56
2.4.1 Exkurs: Green New Deal als gangbare Sackgasse 91

3. Kampf um das Klima
3.1 Die große Klimaverschwörung 102
3.2 Keine Gnade für Klimaschänder? 110
3.3 BRD: Klimapolitischer Schwindel für Fortgeschrittene 115
3.4 Wissenschaft: Immer zu spät? 125
3.5 Beruhigungspillen – Kapitalismus mit menschlichem Antlitz 140
3.6 Die Neue Rechte und die Klimakrise 146
3.6.1 Exkurs zu Malthus 166
3.7 Als die Autos den bösen Blick bekamen – Kultur der Panik (176)
3.8 Der Exodus der Geldmenschen 191

4. Kapitalistische Selbstzerstörung 4.1 Katastrophenkapitalismus – marode, labil, krisenanfällig  (198)
4.2 Das globale Agrarsystem – Wahnsinn mit Methode 217
4.3 Imperialismus im Klimawandel 250
4.4 Alles muss in Flammen stehen – apokalyptische Religionsunternehmer und Kapitalismus als Religion  (281)

5. Jenseits der Apokalypse – Wege in den Postkapitalismus
5.1 Keine Enteignung ist auch keine Lösung  (302)
5.2 Kommunismus = Internet + Räte 311
5.3 Postkapitalismus ohne Verzicht 320
5.4 Was tun angesichts der kapitalistischen Klimakrise? 327

6. Epilog unter den Sternen 368

 


 

Kapitalkollaps (2016)

Die finale Krise der Weltwirtschaft.

Verlag: KVV Konkret, Hamburg

 

"In dieser Situation, in der die antikapitalistische Linke über keinerlei Hebel verfügt, um den Krisen- und Transformationsprozess nennenswert zu beeinflussen, bleibt vorerst nur die Möglichkeit der Aufklärung. Der erste revolutionäre Schritt besteht darin, den Menschen die ungeschminkte Wahrheit möglichst verständlich mitzuteilen: zu sagen, was Sache ist, den Menschen also zu erklären, dass die Krise nicht überwunden werden kann, dass es schlimmer kommen wird, dass sie ihr gewohntes Leben werden aufgeben müssen, dass das Kapital in seiner Agonie die menschliche Zivilisation zu zerstören droht. Kurz: Nichts wird bleiben, wie es ist."

 (Autor im Buch Kapitalkollaps)

Verlagseite zum Buch

DNB.Buch

Das Buch

Haben Sie sich in der Dauerkrise des kapitalistischen Weltsystems schon häuslich eingerichtet? Können Sie noch den Überblick behalten über all die Schuldenberge, die gerade zusammenbrechen? Wie sortieren sich für Sie Klima-, Wirtschafts-, Schulden-, Euro-, Öko- und „Flüchtlingskrise“? Wo fängt die eine an, wo hört die andere auf? Für alle, die im Krisendickicht endlich durchblicken wollen, ist dieses Buch – endlich mit verbesserter Kapitalismuskritikformel! - unentbehrlich: Werden Sie mit seiner Hilfe in wenigen Stunden zum Krisenexperten. In zehn Kapiteln werden Ursachen, Verlauf und Perspektive der Großen Systemkrise allgemeinverständlich beschrieben und die häufigsten Krisenmythen entlarvt. Danach kann Sie nichts mehr erschüttern. Mit Ausnahme des nächsten Krisenschubs, versteht sich.

Inhalt 2016 Kapitalkollaps 280 Seiten

Einleitung (7)
1. Die Krise in den Zentren (11)
2. Der Zusammenbruch der Peripherie (51)
3. Die große Liquiditätsblase (81)
4. Die innere Schranke des Kapitals (102)
5. Die äußere Schranke des Kapitals (123)
6. Ideologie in der Krise (151)
7. Illusionen nationaler Politik - Die historische Schranke bürgerlicher Demokratie (180)
8. Krisenimperialismus (202)
9. Der große Transformationskampf (232)
10. Was kann die Linke tun? (260)

 

 

 

 

Verlagstext:

 

Europa befindet sich seit mehr als einem halben Jahrzehnt in einer schweren, systemischen Krise.

Doch anstelle eines globalen Aufbruchs, einer Suche nach Alternativen, verhärteten sich nur die bestehenden Weltanschauungen und Ressentiments. Aufkommender Nationalismus und Chauvinismus, blanker Hass auf Minderheiten und stoisches Festhalten am Bestehenden prägen das gesellschaftliche Klima nicht nur im krisengeschüttelten Europa, in dem arme und reiche Länder auseinanderdriften und sich die Kluft zwischen Arm und Reich innerhalb der Staaten vertieft, während die Festung Europa ausgebaut wird.

Tomasz Konicz beleuchtet in diesem Buch die vielschichtigen Momente dieser um sich greifenden Krisenideologie, die eine fiebrige Sündenbocksuche mit der Naturalisierung der bestehenden Gesellschaftsordnung verknüpft.

Die Bandbreite der einzelnen Beiträge reicht dabei von der Analyse des krisenbedingt zunehmenden "Extremismus der Mitte" über die Darstellung kulturindustrieller Phänomene, wie des Dschungelcamps und des Zombie-Booms, bis zur Auseinandersetzung mit dem Antiziganismus, dem Verschwörungsdenken oder den Separatismuswünschen reicher Regionen.

Der Überblick über die unterschiedlichen ideologischen und emotionalen Reaktionen auf das Krisengeschehen, auf die Angst vor dem Absturz, macht deutlich, dass diese es den Menschen ermöglichen, sich trotz Krise mit der bestehenden Gesellschaftsunordnung abzufinden.

Ergänzend finden sich in dem Buch zudem Ansätze einer Krisenanalyse, die sich nicht in der üblichen Sündenbocksuche verliert, sondern die Ursachen der gegenwärtigen Krise in den Widersprüchen der kapitalistischen Produktionsweise aufzuzeigen versucht.

Buch 2013

Krisenideologie. Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung

https://www.heise.de/tp/buch/telepolis_buch_3184059.html

 

Inhalt

0 Einleitung

1 Die neoliberale Neue Rechte # Wie die neoliberale Hegemonie der vergangenen Dekaden die krisenbedingte Formierung der europäischen Neuen Rechten beförderte.

2 Deutsche Krisenideologie # Wie man hierzulande all das zu erklären glaubt, was es eigentlich nicht geben dürfte.

3 Die Welt als ewige Weltverschwörung # Ein kurzer Exkurs über die Genese und zunehmende Popularität von Verschwörungstheorien in Krisenzeiten.

4 In der Krise wächst der Hass # Antiziganismus in Südosteuropa.

5 Sarrazins Sieg # Wie Thilo Sarrazin den deutschen Rassismus und Chauvinismus modernisierte.

6 All you can eat # Ist das Wachstum der Weltbevölkerung schuld an der globalen Nahrungsmittelknappheit? Eine Kritik der Wiederbelebung der Thesen des britischen Pfarrers Thomas Robert Malthus.

7 Wir sind Zombies # Über die steile kulturindustrielle Karriere, die dem Phänomen der Untoten in den vergangenen Jahren beschieden war.

8 Bloch vs. Dschungelcamp # Worin besteht die Erbschaft einer Zeit, in der sadistische Demütigungsshows ein begeistertes Millionenpublikum finden?

9 Projektionsfläche Amerika # Was der deutschlandweit grassierende Antiamerikanismus über die Zustände in der machtpolitisch aufstrebenden Bundesrepublik verrät

10 "Unsere große Stärke liegt in unserer Machtlosigkeit" # Ein Gespräch mit dem US-Publizisten Chris Hegdes über die schleichende Erosion der amerikanischen Demokratie und die Zukunft der Occupy-Bewegung

11 Wir müssen draußen bleiben # Stigmatisierung, Marginalisierung und Exklusion als zentrale Reflexe bürgerlicher Krisenideologie und -praxis

12 Von Judenzählern, Horthy-Verehrern und völkischen Ornithologen # Ein Überblick über die antisemitischen und rechtsextremistischen Wahngebilde, die in Ungarn immer stärker um sich greifen

13 Ungarn: "Kultur des Faschismus" # Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky über den völkischen Ungeist in Ungarn

14 Weniger Demokratie wagen # Wie die krisenbedingte Diktatur des Sachzwangs die Illusion von Freiheit und Selbstbestimmung im Kapitalismus zerstört

15 Separatismus und Krise # Ökonomisch abgeschlagene Regionen werden von den avancierten Regionen als "Schmarotzer" wahrgenommen

16 Die Antiquiertheit der Demokratie # Wozu noch Wahlen abhalten, wenn es keine Wahl mehr gibt?

17 Roma zwischen Segregation, Pogrom und Vertreibung # In vielen Ländern der europäischen "Wertegemeinschaft" gelten Roma inzwischen als Freiwild

18 Die Krise kurz erklärt # Was Sie schon über die Krise wissen wollen, aber nie zu fragen wagten. Die etwas anderen FAQ zur kapitalistischen Dauerkrise

19 Kurze Geschichte der Weltwirtschaftskrise # Das Ende des "Goldenen Zeitalters" des Kapitalismus und der Aufstieg des Neoliberalismus

20 Happy Birthday, Schweinesystem! # Deutschlands Eliten aus Wirtschaft und Staat haben allen Grund, das zehnjährige Jubiläum ihrer Agenda 2010 zu feiern. Für die Lohnabhängigen ist es hingegen der Jahrestag einer historischen Niederlage

21 Die erste Macht im Staate # Wie Massenmedien Regierungen einsetzen, Politik machen, die Bevölkerung unmündig halten und Kriege führen lassen

 

 

 

Inhalt

  • Tomasz Konicz: Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst. Wie Deutschlands Medien und Ökonomen mit der Tatsache der säkularen Stagnation des spätkapitalistischen Weltsystems umgehen.

  • Ludger Eversmann: Die Digitale Dinge-Allmende. Die materiellen Existenzbedingungen neuer höherer Produktionsverhältnisse werden gerade ausgebrütet im Schoß der alten Gesellschaft, man muss sie nur auch als solche erkennen.

  • Michael Albert und Florian Zollmann: Parecon - Partizipatorische Ökonomie. Welche Institutionen können zivile Werte im Wirtschaftsalltag der Menschen verankern und eine Veränderung der Gesellschaft bewirken?

  • Jürgen Neumann: Welche Wege führen aus der Krise? Hat der Kapitalismus noch eine Chance oder müssen wir uns auf die Suche nach Alternativen begeben?

  • Stefan Meretz: Grundrisse einer freien Gesellschaft. Andreas Exner: Es rettet uns keine höhere Technologie. Die Voraussetzung für eine neue Gesellschaft liegt in den "neuen" Menschen, die eine postkapitalistische Hochtechnologie nutzen.

  • Ludger Eversmann: Schafft volkseigene "Infofakturen"! Von einem neuen Paradigma der Produktion zu einem neuen Paradigma der Ökonomie

  • Richard Wolff: Demokratisierung der Unternehmen statt Staatsinterventionismus. Die Linke braucht neue Ansätze und Visionen, um erfolgreich in der gegenwärtigen Krise agieren zu können

  • Abdullah Öcalan: Demokratischer Konföderalismus. Das Projekt der "demokratischen Moderne" ist ein Gegenentwurf zur zentralistisch-bürokratischen Moderne

  • Elke Dangeleit: Das Modell Rojava. Die Erprobung einer direkten kommunalen Demokratie mit emanzipatorischen Zügen stellt die Systemfrage an die Staaten im Nahen Osten, daher rührt die Gegnerschaft

  • Ludger Eversmann: Total Eclipse. Dämmerung des Kapitalismus, atomare Katastrophe oder Morgendämmerung einer Neuen Zeit?

  • Tomasz Konicz: Die wunderbare Welt des Jeremy Rifkin. Wie der Mainstream den Postkapitalismus diskutiert, ohne auch nur eine Ahnung vom Begriff des Kapitals zu haben

  • Arno Klönne: Der Kapitalismus auf dem Rückzug? Teilen und Kollaborieren statt Profitieren

  • Christian Siefkes: Peer Produktion. Wie im Internet eine neue Produktionsweise entsteht

  • Robert Kurz: Marxsche Theorie, Krise und Überwindung des Kapitalismus. Fragen und Antworten zur historischen Situation radikaler Gesellschaftskritik

  • W. Paul Cockshott, Allin Cottrell: Planungskonzepte für eine sozialistische Ökonomie. Grundzüge eines Systems, das Konsumentenwünsche erfüllen kann und gleichzeitig die Ökonomie zu sozialer Gerechtigkeit und Umweltverträglichkeit führt

  • Reinhard Jellen: "Do-It-Yourself-Urbanismus"

  • Hanno Rauterberg über neue Tendenzen des Stadtlebens

  • Lars Lange: Die Energiewende ist vollbracht. Jetzt brauchen wir die Entwicklung einer Postwachstumsstrategie

  • Elisabeth Voß: Die schöne neue Shareconomy und ihre Schattenseiten

  • Norbert Rost: Postwachstumsökonomie. Vom "Negativzins" in der Haben-Gesellschaft

Konicz 2014:

 

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen

zur kapitalistischen Dauerkrise

 

Dem Denken von Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise stellen sich ungeheure Hindernisse in den Weg. Die lückenlose Dichte kapitalistischer Vergesellschaftung errichtet in einem jeden Insassen der globalen kapitalistischen Tretmühle ein regelrechtes Gedankengefängnis. Wenn es kein nicht-kapitalistisches "Außen" mehr gibt, wenn alle Gesellschaftsfelder und Nischen bis hin zur Subkultur von dem kapitalistischen Kosten-Nutzen-Kalkül okkupiert sind, dann gewinnt der berüchtigte "stumme Zwang der Verhältnisse" den Anschein eines Naturverhältnisses.

Wie schwer der Ausbruch aus diesem Gedankengefängnis ist, dessen Gitterstäbe gerade aus den alltäglichen Begriffen und Kategorien bestehen, beweisen die Postkapitalismus-Debatten, die angesichts der eskalierenden Systemkrise nun auch den Mainstream der Massenmedien erfasst haben. Gepriesen und propagiert wird überall derzeit das Sharing als alternative Wirtschaftsweise. Aber es ist in Wirklichkeit oft nur eine Variante der Prekarisierung und des Lohndumping, von dem die kommerziellen Anbieter der "Share-Economy" profitieren. Hier findet ein bloßes Rebranding des Spätkapitalismus statt.

Und dennoch ist eine ernsthafte und tief greifende öffentliche Diskussion von Systemalternativen zum krisengeplagten Spätkapitalismus schlicht überlebensnotwendig. Das vorliegende eBook soll einen Beitrag zur Vertiefung dieser überlebensnotwendigen und notwendig kontroversen Debatte leisten. Es geht aber auch darum, die hinter diesen massenmedialen Schlagworten stehenden Konzepte ernst zu nehmen, sie mit konkreter Begrifflichkeit auszufüllen, und so deren Missbrauch durch Marketingstrategen der kommerziellen "Share-Economy" vorzubeugen. Es gilt, Begriffe wie Share-Economy, Peer-Production, Degrowth, Postwachstumsökonomie oder Allmende dem Medienzirkus streitig zu machen, um ihre totale Aushöhlung und Entwertung zu verhindern.

(Tomasz Konicz)

 

 

Lagerhalle Amazon 2020

 

 

Konicz 2012:

Politik in der Krisenfalle

Kapitalismus am Scheideweg

DNB.Buch     Google.Buch      HEISE.Buch  

Mit der Zuspitzung nicht nur der Euro- und EU-Krise, sondern der weltweiten Krisendynamik erschallt immer lauter der Ruf nach der Benennung und Bestrafung der Schuldigen, die durch ihr Fehlverhalten diese ungeheuren Verwerfungen ausgelöst haben sollen.

Je nach politischer und ideologischer Ausrichtung der öffentlich agierenden Akteure aus Politik und Massenmedien werden hierfür bestimmte Menschen- und Gesellschaftsgruppen verantwortlich gemacht.

Tomasz Konicz grenzt sich in diesem Buch fundamental von diesem Populismus ab und rückt das kapitalistische System sowie dessen inhärente Widersprüche in den Fokus der Betrachtungen.

Alle Beiträge in diesem Band, die jeweils einen anderen Aspekt von der Eurokrise über die Einschränkung der Demokratie, die Veränderung der Arbeitswelt oder die Suche nach Sündenböcken bis hin zur Endlichkeit der Ressourcen als der äußern Grenze des Kapitals und der Ästhetik der Krise aufgreifen, orientieren sich an einem systemischen Erklärungsansatz, der die Krise als eine Folge der Widersprüche darlegen soll, die dem kapitalistischen System eigen sind. Demonstriert wird damit auch, dass die marxistische Theorie weiterhin der Aufklärung der Verhältnisse dienen kann.

Unsere Gesellschaft steht vor einer tief greifenden sozioökonomischen Umwälzung, die alle bisherigen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte in den Schatten stellen wird.

In einer bevorstehenden Rationalisierungswelle gigantischen Ausmaßes werden viele Berufe und Tätigkeiten automatisiert werden, bei denen dies bis vor kurzem noch als unmöglich schien, da sie menschliche Denkarbeit und Wahrnehmungsfähigkeit voraussetzten.

Die Erosion der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft, die seit dem Beginn der Computerisierung der Produktion in den späten 70er Jahren vonstattengeht, wird mit diesem Automatisierungsschub eine ungeheure Beschleunigung erfahren. Gewissermaßen wird diese "Dritte industrielle Revolution" der Mikroelektronik und Informationstechnik erst jetzt ihren vollen Durchbruch erleben. Die verschiedenen, in rasanter Entwicklung stehenden Technologien und Organisationsformen werden in immer engere Wechselwirkung treten - und die gesellschaftlichen Strukturen radikal verändern.

Inhalt

Ist es schon zu spät?
Kann ein katastrophaler Zusammenbruch der Eurozone noch abgewendet werden - und was müsste dahingehend unternommen werden?

Wer ist schuld am Krisenausbruch?
Niemand trägt die Schuld an der Krise. Krise des Kapitalismus

Europa als Krisenzentrum
In der am Abgrund taumelnden Eurozone spiegeln sich die systemischen Widersprüche des kollabierenden kapitalistischen Weltsystems

Demokratie in der Krise
Die derzeitige Krisis enthüllt den ambivalenten Charakter bürgerlicher Demokratie
Die extremistische Gesellschaft
In der gegenwärtigen Systemkrise gelangt der barbarische Kern kapitalistischer Vergesellschaftung zur vollen Entfaltung
Die äußere Schranke des Kapitals
Wie die Endlichkeit unserer Welt dem kapitalistischen Wachstumszwang unüberwindbare Grenzen setzt. Krise des Kapitalismus

Krise global
Ein Überblick über die krisenbedingten globalen Abhängigkeiten und Ungleichgewichte

Kultur der Panik
Die Krise bringt inzwischen ihre eigene Ästhetik hervor und bemächtigt sich der kapitalistischen Kulturproduktion

Die Malthus-Zombies
Wieso die Angst vor der Überbevölkerung der Welt gerade in Krisenzeiten um sich greift. Krise des Kapitalismus

Crowdsourcing und Cloudworking: Schöne neue Arbeitswelt
Wie die Technologien des Web 2.0 unser Arbeitsleben grundlegend umkrempeln werden

Am Scheideweg
Wir befinden uns in einer weltgeschichtlichen Transformationsphase, deren Verlauf und Ausgang durch unser Handeln bestimmt werden wird

 

 

Das Foto von oben in voller Breite

 

 

 

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(Ordner)    www.detopia.de

Tomasz Konicz - politischer Journalist