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Kritik aus Wikipedia 2013 

 

Äußerungen zu den USA und Israel und positive Äußerungen gegenüber der Sowjetunion sowie Kuba und Venezuela haben ihm erhebliche Kritik eingebracht. 

Der in Norwegen lebende Autor Bruce Bawer, Autor des islamkritischen Buches <While Europe Slept: How Radical Islam is Destroying the West from Within>, hat Galtung bereits 2007 im konservativen New Yorker City Journal Verteidigung kommunistischer Diktaturen und Antiamerikanismus vorgeworfen.[18]

Im Jahr 2011 erhob der norwegische Journalist John Færseth nach einem Universitätsvortrag Galtungs zu dem von Anders Behring Breivik angerichteten Massaker vom 22. Juli 2011 gegen Galtung den Vorwurf, antisemitisch zu argumentieren: „Galtung steht der Idee, dass die Welt von Juden und Freimaurern kontrolliert werde, gefährlich nahe“.[19] 

In dem Vortrag hatte Galtung unter anderem die Vermutung geäußert, dass der israelische Geheimdienst Mossad den Attentäter Breivik geführt habe. Der Streit zwischen Færseth und Galtung wurde in der norwegischen Online-Zeitschrift <Humanist> fortgesetzt und ist auf deren Website auf Norwegisch nachzulesen.[20] 

Auf Englisch übersetzt ist die Antwort Galtungs auf Færseth und eine Stellungnahme des Chefredakteurs des Humanist, Didrik Søderlind, zu dem Beitrag Galtungs in der Ausgabe des Humanist vom April 2012 auf der Website <Israelwhat>. [21] 

In dem Artikel beantwortete Galtung die Kritik John Færseths unter anderem dadurch, dass er an den Anfang seiner Antwort die Behauptung stellte, dass "sechs jüdische Medienfirmen 96 Prozent aller Medien der Welt besitzen"

Im weiteren äußerte er unter anderem, dass neben den Medienkonzernen auch die gesamte Weltwirtschaft von Juden beherrscht werde. 

Weiter stellte er die Frage, ob der Inhalt <Der Protokolle der Weisen von Zion> nicht zutreffend sei. Die Kritiker der Protokolle hätten sie nur nicht gelesen. Er stritt aber ab, dass er - wie von Færseth behauptet - <Die Protokolle der Weisen von Zion> seinen Studenten empfohlen habe. Er habe ihnen nur nahegelegt, sie zu lesen, damit sie wüssten, was der Inhalt sei. Didrik Søderlind distanzierte sich in seiner Antwort von dem Beitrag Galtungs und entschuldigte sich für den Abdruck. 

Søderlind wies nach, dass Galtung als Beleg für seine Behauptung über die jüdische Kontrolle der Medien aus einem dubiosen Pamphlet einer US-amerikanischen Naziorganisation zitierte hätte. Außerdem bemängelte Söderlind unter anderem, dass Galtung in seinem Beitrag Die Protokolle der Weisen von Zion verteidige, obwohl doch schon seit 1922 in Norwegen bekannt sei, dass sie kein Dokument seien sondern eine fiktive Schrift. Søderlind konstatierte zum Schluß, dass nur noch unbelehrbare Hardcore-Antisemiten diese Texte ernst nähmen.

Für einen Artikel in der israelischen Zeitung Ha'aretz konfrontierte Ofer Aderet Galtung mit seinen Aussagen aus diesem Streit und fragte ihn, ob er tatsächlich glaube, dass Breivik in Verbindung mit dem Mossad gestanden habe.[22] Galtung antwortete, dass dies, solange wir nichts über eventuelle Hintermänner Breiviks wüssten, eine zwar unwahrscheinliche, aber zulässige Hypothese und jedenfalls nicht ohne Grund auszuschließen sei. 

Weiterhin sagte er gegenüber Aderet, auch „Auschwitz“ habe zwei Seiten gehabt: die Grausamkeiten, die durch nichts zu rechtfertigen sind, aber auch die Vorgeschichte, dass dadurch, dass in dem durch „Versailles“ gedemütigten Deutschland Juden Schlüsselstellungen einnahmen, voraussagbar der Antisemitismus gefördert wurde.

Galtung wurde nach diesen als antisemitisch eingeschätzten Äußerungen von der World Peace Academy in Basel, die in Verbindung mit der Universität Basel steht, vom Studienprogramm Master of Advanced Studies in Peace and Conflict Transformation suspendiert.[23] Galtungs Weggefährte, der im August 2012 ebenfalls zurückgetretene Direktor der WPA Professor Dietrich Fischer erklärte, dass die Suspendierung Galtungs aufgrund äußeren Drucks erfolgt sei und einen „Eingriff in die akademische Freiheit“ darstelle.[24]

 

 

               

 

    

 

 

 

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