# 7
Klimaschutzgegnertum und Klimabesserwisserei

Für die Öffentlichkeit in Deutschland begann das Wissen über eine mögliche Klimakatastrophe im Jahr 1982 mit einem Sachbuch von Prof. Bach. 1986 dann das schockierende Titelbild im Spiegel (Kölner Dom halb im Wasser). 1990: »Alle reden von Deutschland. Wir reden vom Klima«, das Motto der Grünen im Bundestags­wahl­kampf. 1990 das fundierte journalistische Sachbuch von Jonathan Weiner (in den USA und in Deutschland, 1995 als 'günstiges' Taschenbuch). Daneben gibt es mehrere Höhepunkte (Meilensteine) in der Forschung und in der Öffentlichkeit, sowohl für Deutschland als auch weltweit. 

Prinzipiell können einige Dinge nicht bestritten werden. 1958 sprach ein US-Professor im US-Fernsehen in Volkssprache über den Treibhauseffekt, samt möglichen Temperaturanstieg (Video ist bei youtube). Und der Wissenschaft ist die Theorie durch Fachliteratur seit 1900 bekannt (Arrhenius). 1988: James Hansen vor dem US-Kongreß (Video bei youtube). 1986 ein Brief der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an die Öffentlichkeit. 

Bekanntermaßen gab es Widerspruch. Und es wäre auch ein Wunder gewesen, falls nicht. Vor allen Dingen rückblickend aus 2019, wo man uns 'Beweise' vorgelegt, dass nie ein Mensch sein Fuß auf den Mond setzte, sondern dass alles 'gefälscht' und vorgetäuscht war. Immer neu das Problem: "Was soll man glauben?"

 

Hier einige Artikel:

Bals 1997   Das Ende der Sensation vom 'Klimamärchen'

Hasselmann 1997   Eine Antwort auf <Die Launen der Sonne> in der <ZEIT> vom 25.07.1997

Gelbspan 1997  Sachbuch des Pulitzer-Preisträgers 
Ultrakurzartikel von 2014:   heise  Klimawandel-Leugner-schwimmen-in-Geld  von Pomrehn

Hier Antworten auf die Pop-Argumente der Klimaschutzgegner: umweltbundesamt  klimawandel-skeptiker/antworten-des-uba-auf-populaere-skeptische#textpart-1 

Hier ein genauer Artikel: wikipedia  Leugnung_der_menschengemachten_globalen_Erwärmung  (Klimaskeptizismus)

Hier das erwähnte Bach-Buch von 1982  (Gefahr für unser Klima)

Hier das erwähnte Weiner-Buch von 1990 (unübertroffen)

Hier das Spiegelbild "Dom unter" 33/1986  detopia-2019: Das Ausschlachten der Erdzerstörung für den kapitalistischen Profit (hier beim Spiegel) gefällt mir gar nicht. Und es hat auch negative Wirkung auf die Bevölkerung durch die Überlastung mit Schockbildern.

 

 

# 8

Beschwörung

Ich muß wiederholt das Ende beschwören. Es muss deutlich werden. Deswegen muss ich es beschwören. Ansonsten komme ich nicht gegen die Neunmalklugen an. Denn die haben Think-Tanks, in denen sie ständig neue Argumentationssuppen kochen - schwerverdaulich, weil sie soviel Unterschiedliches reinmixen.

Der gegenwärtige kapitalgetriebene Weltwirtschaftsweg endet bis zum 1.1.2100. Wie das Datum bewerten? Das geht nur zusammen mit einer gewissen Grundeinstellung, die jeder hat, aber nicht jeder gleich. Diese ist meist nicht sehr bewusst. Deswegen werde ich sie nennen und du Leser musst kurzzeitig die vorstellen du hättest sie, um meine Aussagen zu verstehen.

Diese Grundeinstellung beinhaltet, ob es einer Person wichtig ist, was nach ihm geschieht, ob ganz egal ("Nach mir die Sintflut") oder ob genau andersherum, nämlich: Ich bin ein Glied in der Kette des (moralischen) Aufstieges der Menscheit; ich habe Verantwortung; ich habe eine 'Funktion', eine 'Bestimmung'. Kurz: Ob frau eine Heroin sein will oder nicht.

Momentan fehlt den Deutschen das Verantwortungsgefühl für das Jahr 3000. So ein Gefühl wäre wohl unbiologisch ist, weil in den Erbanlagen nicht vorgesehen. Es wurde versucht diese längere Perspektive bzw. Verantwortungsgefühl sekundär-erziehungsmäßig durch Religion im Menschen zu verankern. Das scheint teilweise gelungen; teilweise deshalb, weil die Blüten dort blühen, wo ich sie nicht haben will, aber immerhin. (Denken wir  an die Evangelikalen und den USA oder an JehovasZeugen in Deutschland.)

Dieser sehr wichtige Punkt muss oft vertieft werden, denn ohne eine spirituelle Perspektive finden wir nicht den Heldenmut, eine ganze Gesellschaftsreformation anzupacken (von der keiner weiß, wie sie ausgeht und von der nur sicher ist, dass die Energie- und Stoffbewegungen verkleinern sollen.)

Ich wollte am Anfang der Raute 8 auf eine andere Linie hinaus, zu der ich jetzt komme, obwohl sie nun wie angeklebt wirkt:

Der jetzige Weg der Menscheit führt zwingend bzw. zwangsläufig in den Untergang. Untergang meint bei mir durchaus die letztmögliche Konsequenz, nämlich den Tod des letzten Menschen, aber ich betrachte es auch schon als Untergang, wenn der Humanismus zusammengebrochen ist. Dafür können wir auch Zivilisation denken oder das internationale Rechtssystem. Ich gehe wie selbstverständlich davon aus, dass es sich nicht mehr aufrichten kann, nie mehr. Das ist dann für mich schon 'Untergang'. Ich kann nicht ausschließen, dass nach diesem Untergang, es noch lange Menschen auf gibt. Ich glaube zwar nicht daran (die Begründung reiche nach), aber die Milliardäre bereiten jetzt schon ihre Bunker vor und diese Vorbereitungen können in den kommenden Jahrzehnten zu einer Perfektion getrieben werden, deren Praxistauglichkeit ich nicht berechnen kann. Dazu später eine Raute.

Ich will hier auf etwas anderes hinaus. 

Der jetzige Weg führt in die jetzige Zukunft. Dieser Weg ist ein "Schienenweg", wie ein Gleis. Das Gleis führt (spurt) uns und hat offenbar keine Weichen (zumindestens keine, die wir benutzen).

Weitere Vergleiche:

Point if no return, Lawine, Schiefe Ebene, glitschig, Titanic

Das Ende machen wir heute, jetzt, gegenwärtig, egal, wann The Last Man dead ist. Das muss begriffen werden. Wir können morgen das Gleis nicht mehr verlassen.

Das werde ich durch weitere Argumente bekräftigen. Ohne diese Erkenntnis werden wir immer sagen: "Die Menschheit wird noch was erfinden, sich zusammenraufen, etc."

Es muss ganz klar werden, dass wir (alle, außer die Superreichen) ab einem gewissen "Punkt of no return" nur noch erdulden können, was mit uns gemacht wird und was mit geschieht. Egal, wie lange unsere Nachkommen noch leben.

Die Science-Fiktschen-Literatur ist kein Gegenbeweis! Auch die Renaissancen nach "dunklen Zeitaltern" der Historie nicht!

Wer also mal sich gedacht hat: "Ich will meinen Teil tun für das Wohl der Deutschen im Jahr 3000 und auch konkret für meine Enkelenkel!", der muss und kann es nur im aktuellen Zeitalter tun. Das muss begriffen werden! Die Enkel können das Blatt nicht mehr wenden. Die "Rettung in letzter Minute" ist ausgeschlossen.

 

#9

Das Buch Utopia (Über den besten Zustand des Staates) von Thomas Morus (1516)

Inhaltsverzeichnis: Vorrede (5)    Anmerkungen des Übersetzers (182)   ErstesBuch (13)

ZweitesBuch (68)  •DieStädte, namentlich Amaurotum (73)  •DieObrigkeiten (77)  •DieHandwerke (79) •DerVerkehr der Utopier miteinander (87)  •DieReisen der Utopier (95)  •DieSklaven (127)  •DasKriegswesen (140)  •DieReligion der Utopier (155)

 

#10

Notausgang und Rettungsweg
Hoimar von Ditfurth 1985 und Rudolf Bahro 1987

Einige Textstellen mit diesen Begriffen. Ich brauche Begriffe für die Beschreibung der Zukunft. Dafür ist es genau richtig, bei den großen Zukunftsphilosophen in Lehre zu gehen und zu schauen, wie jene das Problem geköst haben.

Bahro verwendet oft das Wort "Rettungsweg". Es klingt sperrig, furchteinflößend, angstauslösend und gar nicht kuschlig, wie wir es gerne hätten, wenn wir das Volk 'dort abholen wollen, wo es gerade steht' und es dort 'überzeugen' wollen, loszurennen - in den Rettungsweg hinein. Aber das Wort ist gut! Warum? Weil mir in 20 Jahren kein gleichwertiges eingefallen ist.

Hoimar von Ditfurth verwendet oft das Wort "Notausgänge". z.B. "Die Notausgänge stehen weit offen." Und er meint damit, das Bevölkerungswachstum anzuhalten.

 

 

#11

Individuelles Survival als Normalbürger?

Christoph Lauterburg gibt 1998 in seinem Volksbuch "Fünf nach Zwölf" m. E. die beste Grunddarstellung für das Leben nach dem Crash, das Überleben im Crash. Es sind nur wenige Buchseiten; daher behält der Leser immer das Prinzip gegenwärtig. Er stellt auch die Einstellung da, die psychischen Faktoren. Und er betont ausdrücklich, dass individuelles (längeres) Überleben nur in der Gruppe möglich ist, weil : "Niemand kann alles."

 

 

#12

Maxeiner, Miersch, Horx (MMH) - Zukunftsexperten oder Schönredner?
Ich denke, wir haben es heute leichter. Vor 25 Jahren war die 'Drehung' der Argumente 'pro Öko' ein echtes Novum in Deutschland. Zumindestens in den Massenmedien, denn "Sackgasse Ökostaat" von Ralf Scherhammer erschien schon 1990. Heute ist es leichter: Die Elektro-Medien (per Funk und Kabel) zeigen uns die ganze Bandbreite des menschlichen Denkens. Und mit den ganz Neuen Staatsmännern (D. Trump, etc.) sehen wir alles neu.

 M.M.H. in der Kritik 

 

#13

Das Rettungsmanifest des Theodore (Ted) Kaczynski (TK, FC)

Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft. Das Unabomber-Manifest. T.K. kann "Leftismus" nicht leiden, ein spezifisches Linkssein in den USA (left = links).  Naturzerstörung und ein technisches Weltsystem kann er auch nicht leiden. Ein Don Quichotte? Ein Prophet? In seiner kurzen Schrift lernen wir viel: Ted K. sieht ein spezifische Ursache (Leftismus). Ich habe heute ein anderes 'Feindbild' (z.B. die Evangelikalen als Endzeit-Politiker). MMH würden vermutlich viele Aussagen aus dem Manifest von T.K. gut finden - bzw. ihre Bücher aus dieser Zeit (Ökooptimismus, Zukunftsmanifest) enthalten solche Aussagen ('die Grünen begreifen nicht, dass sie schon gewonnen haben') Das nur mal als Stichpunkt. Mensch lese Manifest selbst - es ist ja nicht lang.

Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft (1995) Ein Manifest

 

 


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