#21

Alfven

Ich finde seit vielen Jahrzehnten Alfven, den schwedischen Physiknobelpreisträger ohne Scheuklappen, erwähnenswert. Vom Stil können wir ihn mit Lauterburg 1998 vergleichen. 
Er gibt uns - zusammen mit seiner Angetrauten - eine komprimierte Gesamtschau 'über alles auf der Welt'.
Man muss eigentlich nichts modernisieren, denn wo Zahlen heute genauer geworden sind, da kann man sie eigenaktiv einsetzen.

Die Menschheit der Siebziger Jahre

"Was nach vielen Jahrmilliarden passiert, sollte uns heute nicht kümmern. Oder doch? Vielleicht ist das Schicksal der Menschheit in sehr ferner Zukunft doch nicht völlig ohne Bedeutung? Die meisten von uns, die nicht den Trost haben, an ihre persönliche Unsterblichkeit zu glauben, fühlen die Notwendigkeit, daß irgend etwas von uns unseren Tod überdauert: Falls wir Kinder haben, halten wir sie für unsere Weiterführung; falls nicht, hoffen wir, daß irgend etwas, das wir in unserem Leben geleistet haben, uns überlebt. Wir glauben, daß unsere Gedanken und Taten implizit zur Geschichte, zur Evolution der Menschheit beigetragen haben und daß wir für das kollektive Karma des Menschen verantwortlich sind. Doch was bleibt von unserem winzigen Hoffnungs­schimmer von der Unsterblichkeit des Menschen, wenn das unabänderliche Ende der Menschheit die totale Auslöschung sein soll und die Unfruchtbarkeit der Erde? Für jene von uns, die eine Philosophie vertreten, macht es keinen Unterschied, ob das Ende der Menschheit in einigen tausend oder in einigen Millionen Jahren naht; in beiden Fällen denken wir in sehr langen Zeiträumen, die man unmöglich sehr realistisch begreifen kann. Worauf es ankommt, ist, ob das schließliche Resultat aller von der Menschheit im Laufe unzähliger Generationen geleisteter Arbeit letztendlich Bedeutung hat." (S. 47)

 

 

#22

Berneri, Marie-Louise

Das Lesebuch über utopische Gedanken in zwei Jahrtausenden 

 

 

#23

Wenn man den Privatbesitz bzw. das Privateigentum auf 1000 qm begrenzt, dann sollten auch mehrere 'schlechte Bürgeriegenschafte' begrenzt werden und die guten haben endlich Raum zur Entfaltung. Etwa der Gemeinsinn, aber auch die Lernbereitschaft.

Die Besitzgrenze bzw. der Grundbesitz sollte für alle gelten bzw. es sollte keine Ausnahmen oder Privilegien geben. Auch nicht für Politiker. Auch nicht Bischöfe und Präsidenten.

Das ist der Kern der Gesellschaftsordnung Detopia. 

 

 


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www.detopia.de