Professor und Nobelpreisträger

Hannes Alfvén

 M 70 : Die Menschheit 
der siebziger Jahre

 

1986 - Warum auch geringe Radioaktivität lebensgefährlich ist

Atomwissenschaftler über die Gefahren der Niedrigststrahlung

 

Wikipe Autor  *1908 in
Südschweden bis 1995 (87)

DNB.name  

DNB.nummer (31)

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detopia:

Ökobuch    A.htm 

1960-Buch   Sterbejahr 

deto:

Sacharow    Picht 

Heinemann    Flechtheim

Max.Albert    Taylor 

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Peter.Kafka  

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 Hannes und Kerstin Alfvén :  Die Menschheit der siebziger Jahre  --  M 70   (1969-72)   -

 

 

 

 

"Alfvenwelle"

Zur Person

Hannes Olof Gösta Alfvén

dpg-fachgremien.de  

wurde am 30. Mai 1908 in Norrköping in Schweden geboren. Seine Familie hatte großen Einfluß auf den jungen Hannes: Beide Eltern waren praktizierende Ärzte, die Mutter, Anna-Clara Romanus, eine der ersten weiblichen Ärzte in Schweden überhaupt.

Einer von Hannes Alfvéns Onkeln war der bekannte Komponist Hugo Alfvén. In früher Jugend bekam Hannes Alfvén ein Buch des französischen Astronomen Camille Flammarion geschenkt, welches er mit großem Interesse verschlang. Er blieb sein ganzes Leben stark an Astronomie und Astrophysik interessiert. Später trat Alfvén einem Radio-Club an seiner Schule bei. Dort wurden Radioempfänger gebastelt, jedoch befand sich in der Nähe von Norrköping kein Radiosender und der Sender in Stockholm war zu schwach, um mit den selbstgebauten Empfängern Signal zu erhalten. Alfvén beschrieb noch Jahre später, welche Faszination er verspürte, als er zum ersten Mal schwache Musikfetzen vom sehr starken Sender aus Aberdeen empfing.

Hannes Alfvén begann im Jahre 1926 ein Studium der Mathematik, Experimental- und Theoretischen Physik an der Universität von Uppsala. Seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit 'Ultrakurzen elektromagnetischen Wellen', eine direkte Fortsetzung seiner frühen Aktivitäten im schulischen Radio-Club.

Nach seinem Abschluß blieb Alfvén an der Universität Uppsala und nahm dort eine Stelle als Physik-Dozent an. Er begann, sich für beschleunigte geladene Teilchen zu interessieren, insbesondere die kosmische Strahlung. 1933 veröffentlichte er in 'Nature' eine Theorie über den Ursprung der kosmischen Strahlung.

1937 ging Hannes Alfvén an das Nobel-Institut für Physik in Stockholm, wobei er aber einige Monate mit Lise Meitner und Otto Hahn in Berlin verbrachte und ungefähr ein halbes Jahr mit Ernest Rutherford in Cambridge war.

1939 veröffentlichte Alfvén eine Arbeit über magnetische Stürme und die Polarlichter, die die modernen Theorien über die Magnetosphäre der Erde stark beeinflusst hat. Er entwickelte die heute in der Plasmaphysik übliche Methode, die Spiralbewegung geladener Teilchen in Magnetfeldern durch eine lineare Bewegung und eine überlagerte Kreisbewegung zu formulieren ('Guiding Centre'-Ansatz).

Hannes Alfvén legte auch die Grundlagen für die Magnetohydrodynamik (MHD), die die Dynamik von Plasmen in magnetischen Feldern mit der Bewegung einer Flüssigkeit beschreibt, so zum Beispiel die Ausbreitung von Wellen in dieser Flüssigkeit. Diese Wellen werden heute als 'Alfvén-Wellen' bezeichnet.

1940, gerade mal 32 Jahre alt, wurde Alfvén Professor für Theorie der Elektrizität am Königlich Technischen Institut in Stockholm. Da sich seine Interessen schnell wandelten, wechselte er im Laufe der Zeit mehrfach seine Professur: 1945 wurde er Professor für Elektronik und 1963 Professor für Plasmaphysik.

Alfvén war sehr an der friedlichen Nutzung der Kernenergie interessiert. Im Jahre 1967 drückte er seine wachsende Verärgerung über die Schwedische Regierung, die dieses Forschungsgebiet seiner Meinung nach nicht genügend förderte, folgendermaßen aus: 'Meine Arbeit ist in diesem Land nicht mehr länger gefragt'.

Nahezu sofort erhielt er Angebote für Lehrstühle sowohl aus den USA und der Sowjetunion. Nach einen kurzen Aufenthalt in der Sowjetunion entschied er sich für die USA, wo er eine Professur an der 'University of California' in San Diego annahm.

In den kommenden Jahren verbrachte er Herbst und Winter in Kalifornien und Frühling und Sommer in Schweden, wo er weiterhin am Königlich Technischen Institut tätig war. Diesen Rhythmus unterbrach er nur zweimal: Zur Geburt eines Enkelkindes und zur Verleihung des Nobelpreises, den er im Jahre 1970 für <fundamental work and discoveries in magneto-hydrodynamics with fruitful applications in different parts of plasma physics> erhielt.

Erst im Jahre 1988 ließ er sich endgültig in Schweden nieder. Im Jahre 1990 wurden die Lehrstühle am Königlich Technischen Institut, die Hannes Alfvén gegründet hatte, zu den 'Alfvén-Laboren' zusammengefasst.

Hannes Alfvén starb am 2. April 1995 in Djursholm.  

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Atome, Mensch und Universum

Die lange Kette der Komplikationen

DNB.Buch    Bing.Buch 

1964 auf schwedisch

1971 auf deutsch

100 Seiten

 

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1986

Warum auch geringe Radioaktivität lebensgefährlich ist

Atomwissenschaftler über die Gefahren der Niedrigststrahlung


mit Beiträgen von

Strohm, Wald, Hannes Alfvén, Sternglass, Gofman, Morgan, Rotblat, ..

Hrsg. u. eingeleitet von Holger Strohm

DNB.Buch      Inhalt.pdf     Goog.Buch

Frankfurt am Main : Zweitausendeins, 230 Seiten

detopia:  Crutzen   ...


Warum auch geringe Radioaktivität lebensgefahrlich ist 7 Einleitung von Holger Strohm

 

Die Welt der Atome und ihrer Experten

Die Gefahren der Atomenergie - Welchen Experten sollen wir glauben? (1977) .... 25 Von Prof. Dr. George Wald

Kernspaltung und andere Energieformen (1975) 35 Von Prof. Dr. Hannes Alfven

 

Die Welt der Radioaktivität und ihrer lebensgefahrlichen Folgen

Schäden durch Niedrigstradioaktivität (1975) 53 Von Prof. Dr. Ernest Sternglass

Einige ungeklärte Fragen zur Wiederaufbereitung (1977) 70 Von Prof. Dr. Dr.John W. Gofman

Krebsrisiko durch eingeatmetes Plutonium (1977) 95 Von Prof. Dr. Dr. John W. Gofman

Ionisierende Strahlen im Bereich niedriger Dosis und die Erzeugung von Krebs (1978) 138 Von Prof. Dr. Karl Z. Morgan

Das Gesundheitsrisiko für beruflich strahlenexponierte Personen (1978) .... 177 Von Prof. Dr.Joseph Rotblat

Memorandum deutscher Arzte: Warnung vor der industriellen Nutzung der Atomenergie (1976) 194

Von Dr. med. M. 0. Bruker, Dr. med. Hermann Kater, Dr. med. Bodo Manstein und 48 weiteren Ärzten und Kinderärzten

 

Moratorium für die Welt von morgen
Verschont uns vor den atomaren Priestern!
Die Lösung des Atomenergieproblems liegt in einem Moratorium (1972) 211 Von Prof. Dr. Dr.John W. Gofman

Quellenhinweise 233

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1983

Naturwissenschaftler gegen Atomrüstung

Verantwortung für den Frieden

DNB.Buch

 

 

 

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