Detopia    Ø   Klassiker der Ökoliteratur

 

*Vorwörter und Inhaltsverzeichnisse ganz normaler und radikaler Umweltbücher.

*Das populär-wissen­schaft­liche Sach­buch (Ökobuch) über den Fortschritt in die Zukunft gibt Auskunft bis 2099.

*Über Frieden, Survival, Sozialismus, Utopie, Zukunftsforschung, Umweltpolitik und politische Ökologie, die Grenzen des Wachstums, Global 2000 und den Club of Rome.  

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*Momentan gibt es keinen Bedarf für detopia (20 Leser täglich). Anderseits fing ich nach einer Pause immer erneut an zu senden. Am 2.2.22 wäre es dann erneut soweit. 

*Das Thema von detopia.de:  Die uns bekannten Trends verweisen auf ein unangenehmes ("kurzes") Jahrhundert. Um es angenehmer zu gestalten, müssten das Recht auf privaten Reichtum abgeschafft werden, was in den Köpfen und Seelen der Bürger den Geldvermehrungstrieb austrocknen würde. Dann könnte und würde sich die allgemeine Vernunft weiterentwickeln.

*Wir müssen uns eine neue Gesellschaftsform ausdenken. Und diese ('konstruierte', ergo künstliche) Ordnung muss dann verkündet und gepredigt werden, auch mittels einer Partei (um im deutschen Medienmischmasch gehört und wahrgenommen zu werden). Mehr muss erstmal nicht getan werden aus heutiger Sicht. Denn 'aus heutiger Sicht' ist das Volk nicht bereit, genügend klar zu denken und dementsprechend zu handeln. Es will also nicht (die Opfer fürs Überleben erbringen). Obwohl es mit dem neuen Gesellschaftsvertrag allen besser und keinem schlechter gehen soll (bezogen auf die jetzigen Trends). 

*Unsere heutige Arbeit zur Crashverhinderung ist nicht nutzlos, weil unsere Kinder diese Arbeit benutzen können für die Crashverminderung.

 

-- 1947 eröffnete Dr. Anton Metternich aus bei Köln den Reigen der modernen populärwissenschaftlichen Umweltsachbücher  -->bei detopia  

-- Zehn Jahre später, 1957, gab es dann ein brandneues Umweltsachbuch des bayrischen Zoologie-Professors Reinhard Demoll  -->bei detopia 

-- Herbert Gruhl hat von 1975 bis 1992 auch sehr massentauglich und volksverständlich über die Umweltlage geschrieben  -->bei detopia

-- Rudolf Bahro hat von 1977 bis 1997 umweltpolitisch geschrieben  -->bei detopia

-- Das kürzeste und leichteste Buch zum Crash-Kollaps-Zusammenbruch wird heuer 20 Jahre alt: Fünf nach Zwölf des Schweizers Unternehmers Christoph Lauterburg  -->bei detopia 

-- 2002 hat Marko Ferst den Stand des politökologischen Wissens auf sprachlich hohem Niveau zusammengefasst  --> bei detopia 

-- Über einen detopischen Gesellschaftsvertrag und für eine erfreuliche Zukunft  -->bei detopia 

 

*Ich werde die Bücher manchmal auswechseln; aus Gründen der Übersichtlichkeit sollen es nicht zu viele sein.

*Es zeigte sich, dass in 15 Jahren detopia.de (utopie1.de), keine dauerhaften Leser sich einfanden, was die ständige Pflege der Webseite rechtfertigen würde. Das lag vielleicht an dem Zuviel an Textmasse. 

*Jeder weiß, dass es hunderte gute, leichte und wichtige Bücher gibt mit Umweltwarnungen, die anschaulich und verständlich dazu auffordern, 'die jetzige Zukunft' zu verhindern.

Es ist ja auch viel passiert - das muss man auch sehen wollen. Allerdings ist "gar nichts" passiert, was wirklich hilft, schützt, die Zukunft verlängert, nachhaltig und dauerhaft über ein Jahrhundert wirkt. Es ist ja gut und schön, dass in den letzten siebzig Jahren nur wenige Atomkatastrophen, einschließlich Kriege damit stattgefunden haben. Die Ostermärsche und alles andere haben tatsächlich etwas bewirkt. 'Dagegen sein' half also - beim "Kampf gegen den Atomtod". Heute und in Zukunft wollen jedoch mehr kleine aber starke Diktatoren weltpolitisch mitmischen, zumindestens sich in nichts reinreden lassen. Dann wirken die Rezepte des 20. Jahrhunderts nicht mehr. 

*Heutzutage verblüffen die antiökologischen "Bürgerbewegungen" und "Umweltbewegungen" nicht mehr so wie früher. Etwa deren Behauptung, die Erde könne eine stetig steigende - quasi unbegrenzte - Anzahl von Menschen ernähren und mit Wohlstand versorgen. Gerade las ich in einer Broschüre aus den 90ern vom Dr-Böttiger-Verlag = Kernfusionsforum = Bürgerbwegung Solidarität (Büso) = LaRouche.

*Ich will dann 'apokalyptisch antworten', aber das bringt irgendwie auch nichts mehr, finde ich. Diese Leute ziehen die Wahrheit irgendwie durch den Kakao, z.B. beschuldigen sie Denker/Autoren, die schon lange tot sind als hauptschuldig für heutige Miseren: T. Malthus natürlich und B. Russel, aber auch: A. Huxley wollte (sagen die Büsos) mit seinem Roman von 1932 keine Warnung aussprechen, sondern eine Handlungsanleitung eben zur Herstellung der "Schönen neuen Welt" (und dann verweisen die Büsos auf einen Spezialisten, der das erforscht hätte). Das ist dann sowas wie 9/11-Mond-Verschwörung und so.

*Und dann kann ich eigentlich nicht mehr hoffen, dass Anton Metternichs Buch von 1947 (oben) vom Volke einstmals gründlich gelesen und gelobt werden wird. Ich stelle mir die Zukunft dann so vor, dass dann um 2040 niemand sich für die ökologischen Zusammenhänge interessiert und dann auch das Wissen darüber verlorengeht. Dann ist eben alles (Schlimme) = Schicksal, Gott und Schuld der bzw. von anderen. 

*Hm. Genug für heute. Vermutlich werden wir bald eine Mad-Max-Welt haben. Mad Max (1980): einer der ersten herzlosen postapokalyptischen Actionfilme; heute gibt es mindestens schon 500.  wikipedia.org/wiki/Endzeitfilm mit Liste. 

*Hinzu kommen die entsprechenden 'dystopischen' Romane, nun "Endzeitthriller" genannt. Die Autoren sind manchmal frühere Werbetexter, wie Frank Schätzing und James Herbert ("Apokalypse", Roman, 1992). Sie nehmen die Zerstörung von Natur und Gesellschaft als neues Geschäftsfeld her. Wie es im Kapitalismus eben so üblich ist. 

*Das ist zwar alles sehr traurig und ich sinne manchmal darüber nach. Das macht Sinn, damit man einst nicht überrascht wird. Jedenfalls muss man feststellen, dass ernsthafte Leute, die über das Gute nachdenken nicht (dauerhaft) ernst genommen wurden, auch dann nicht, wenn sie sich breit in die Öffentlichkeit eingebracht haben (wie z.B. Gruhl, Ditfurth, Bahro, Amery). Sie sind heute wieder unbekannt. Ich frage manchmal gleichaltrige (zu mir) Leute mit höheren Berufen, ob ihnen Autoren-Namen was sagen. Meistens kommt wenig und fast nie: "Von dem habe ich mal ein Buch gelesen." Das kommt fast nie. #

 

(Ulf Turlach, 2018)